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Düren: Traum vom Schießsportzentrum näher gekommen

Düren : Traum vom Schießsportzentrum näher gekommen

Wenn Herbert Schunkert auf den 400 Meter langen Schießstand blickt, bekommt der Vorsitzende der Dürener Gilde-Schützen leuchtende Augen.

Mit dem Kauf von 83.000 Quadratmetern des ehemaligen Camp Bravo an der Stockheimer Landstraße (B56) hat die Gilde nach Jahrzehnten nicht nur wieder einen eigenen Schießstand, sie ist auch dem Traum von einem landesweiten Leistungszentrum ein Stück näher gekommen, beheimatet das über acht Hektar große Areal doch nicht nur einen 50 Meter KK-Stand, den die Gilde-Schützen bereits seit 1988 nutzen, sondern auch eine Anlage für Distanzschützen, auf denen mittelfristig einmal Wettkämpfe über 100 und 300 Meter ausgetragen werden sollen.

Doch bis dahin wartet auf Herbert Schunkert und seine Mitstreiter noch reichlich Arbeit, muss der ehemalige Militärschießstand doch erst einmal für die zivile Nutzung hergerichtet werden.

„Das können wir mit Sicherheit nicht alleine bewerkstelligen”, rechnet der Vorsitzende fest mit tatkräftiger Unterstützung der Distanzschützen aus der Region, die bisher zum Training viele Kilometer fahren müssen.

Schon finanziell steht die Gilde nach dem Kauf des Areals - Angaben zur Kaufsumme möchte die Abteilung nicht machen - und umfangreichen Bodenuntersuchungen, die auch von den Schützen bezahlt wurden, vor einem weiteren Kraftakt.

So fehlt unter anderem noch ein rund 430-Meter langes Zaunstück, dessen Errichtung alleine schon rund 18000 Euro kosten wird, vom Umbau der 300-Meter-Anlage ganz zu schweigen.

Schunkert hofft deshalb nicht zuletzt auch auf Hilfe seitens der Stadt, die wie er betont, vor mehr als vier Jahrhunderten, anno 1560, die Gilde als Bürgerwehr ja auch ins Leben gerufen hat.

Der neue Gilde-Park, an dessen Realisierung acht Schützen dreieinhalb Jahre arbeiteten, soll aber auch helfen, neue Mitglieder für die zurzeit 60-köpfige Abteilung zu gewinnen.