Obermaubach: Traubenweg: Verärgerung über die schlechte Straße

Obermaubach: Traubenweg: Verärgerung über die schlechte Straße

Der Traubenweg in Obermaubach ist ein Flickenteppich. Die Straße ist keinesfalls in einem besonders guten Zustand. Das ärgert unseren Leser Udo Milz. Ihn ärgert der Straßenzustand im Allgemeinen, ihn ärgert aber vor allem der Zustand nach den Arbeiten an den Wasserleitungen.

Es seien Senken entstanden, in denen sich das Wasser sammele. Da es keinen Gehweg gebe, müssten auch gehbehinderte Personen diese Passage nutzen. Udo Milz findet: Da sei etwas falsch gelaufen.„Es stellt sich die Frage, warum die Gemeinde Kreuzau und das Wasserwerk die Straße nicht gemeinsam erneuert haben?“, fragt er im Rahmen der DZ-Aktion „Wo drückt de Schuh?“.

„Die Straße ist seit Jahren in einem Zustand, in dem ein Neuausbau nötig wäre“, erklärt Siegfried Schmühl, der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters. Sieben bis acht Straßen im Gemeindegebiet seien in einem ähnlichen Zustand. Doch anders als bei einer Sanierung müssten bei einem Neuausbau die Anlieger 60 bis 70 Prozent der Kosten tragen. Das kann sich schnell auf einige Tausend Euro pro Grundstückseigentümer summieren.

Im Investitionsprogramm für die kommenden vier Jahre stehe die Straße nicht. „Also kommen auch keine Kosten auf die Bürger zu“, erklärt Schmühl. Forderungen der Anlieger für einen Neuausbau der Straße hätten die Verwaltung bisher nicht erreicht.

Von baufachlichen Mängeln, die der Anlieger Udo Milz im Gespräch mit der DZ besonders kritisiert, habe die Gemeinde keine Kenntnis.

Das Kommunalabgabengesetz des Landes Nordrhein-Westfalen ist die rechtliche Grundlage für den Straßenbaubeitrag. Demnach können Gemeinden Beiträge als Gegenleistung zum Beispiel für den Neuausbau einer Straße erheben.

Für die laufende Unterhaltung und Instandsetzung werden keine Beiträge erhoben. Die Details sind in Satzungen der Gemeinden geregelt. Beiträge werden in Kreuzau zum Beispiel erhoben, wenn eine Fahrbahn samt Unterbau, Tragschichten und Decke gebaut werden muss.

Welchen Anteil die Anwohner zahlen müssen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum Beispiel davon, ob es sich um Anliegerstraßen oder Haupterschließungsstraßen handelt. Bei Hauptverkehrsstraßen müssen die Anlieger nur 30 Prozent der Kosten für die Fahrbahn tragen, an Anliegerstraßen 70, an Hauptgeschäftsstraßen 60. Auch an Parkstreifen, Gehwegen und Beleuchtung müssen sich die Anlieger beteiligen.

(smb)