Düren: THW: Männer und Frauen sind ständig im Dienst

Düren: THW: Männer und Frauen sind ständig im Dienst

Beim Jahrhunderthochwasser an der Elbe, in den Flüchtlingscamps oder wie im Moment in den USA, die Frauen und Männer des Technischen Hilfswerks Düren sind, auch wenn oft im Verborgenen, ständig im Dienst. Um die Helden und deren Einsätze zu würdigen, hatte der Ortsverband Düren wieder zum Sommerbiwak eingeladen.

Gefeiert wurde draußen, so wie es sich für ein Biwak gehört. Regen und Kälte hatten weder die Ehrenamtler noch deren Gäste, Partner und Politiker, abgeschreckt. Und Gründe gab es genug für positive Stimmung: 60 Jahre im ehrenamtlichen Dienst, 40-jähriges Bestehen der Bergungstaucher-Ortsgruppe und gleichzeitig 40 Jahre unfallfreie Einsätze der Tauchereinheit, Ehrungen der Aktiven und vielversprechender Nachwuchs.

Auch wenn die Mitglieder des THW-Ortsverbandes es nicht immer einfach hatten, besonders in den Anfangsjahren, als „viele Bretter gebohrt werden mussten“, haben sie sich zu einer schlagkräftigen Mannschaft entwickelt und das will gefeiert werden, sagte der THW-Ortsbeauftragter Guido Heinen. Stolz blickten er und seine Kollegen auf die mehr als 15.000 Stunden ehrenamtliche Hilfe im Jahr 2016 zurück.

Das Technische Hilfswerk Düren habe sich als ein zuverlässiger Partner nicht nur in den zuständigen Gebieten der Stadt Düren und den Gemeinden Langerwehe und Niederzier erwiesen, sondern auch dank der Einsätze bundesweit und der Auslandseinsätze, die immer wieder auf dem Plan stehen. Die gute Zusammenarbeit mit verschiedenen regional und bundesweit agierenden Partnern wie die Polizei, der Wasserverband Eifel-Rur, die Feuerwehr, die Malteser etc. wurde an dem Abend immer wieder in den Vordergrund gestellt.

Über die Pionierjahre, über die Aufgaben in der heutigen Zeit, die Ausstattung, aber auch über die Menschen, die an diesem Abend im Mittelpunkt standen, sprach der THW-Geschäftsführer aus Aachen Wolfgang Friebe. Das THW-Helferzeichen in Gold verlieh er an Denise Zahn für ihr Engagement bei der THW-Jugendgruppe. Auch die Arbeit von Karl-Heinz Heinen und Guido Heinen wurden mit dem goldenen Helferzeichen gewürdigt.

Gefeiert und geehrt wurde Ferdi Bendels. Der Besitzer der zweithöchsten THW-Auszeichnung auf Bundesebene, das Ehrenzeichen in Silber, bekam für 60-jährige Mitgliedschaft eine Ehrenurkunde. Dürens Bürgermeister Paul Larue sprach mit Bewunderung über Bendels Engagement, Professionalität und Kühnheit.

Über Zulauf freuten sich die THW-Aktiven. 16 Jugendliche von zehn bis 17 Jahren haben alle zwei Wochen Dienst. Währenddessen lernen sie mit Spielen, wie die Technik funktioniert und wie sie angewendet wird, in der Hoffnung, dass sie sich für den aktiven Dienst im Technischen Hilfswerk entscheiden.

(jap)
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