Bad Wildungen: Thomas Coenen kommt mit dem Vize-Titel zurück

Bad Wildungen: Thomas Coenen kommt mit dem Vize-Titel zurück

Beim Treffen der deutschen Billardnation zu ihren Einzelmeisterschaften im hessischen Kurort Bad Wildungen stellte Thomas Coenen vom BSC Merzenich einmal mehr sein Können unter Beweis.

Nach zwei Bronzemedaillen 2006 und 2007 gelang ihm diesmal der Gewinn der Deutschen Vizemeisterschaft in der Disziplin Dreiband (TB). Schon in der Gruppenphase war zu erkennen, dass sich der große Trainingsaufwand der letzten Wochen gelohnt hatte. In einer starken Gruppe setzte Coenen Zeichen.

Gegen den für BSV Langenfeld in der 2. Bundesliga startenden Mustafa Hayat brillierte der Merzenicher mit einem 50:45 in 32 Aufnahmen. Auch Titelverteidiger Jens Schumann, den man im Vorfeld als eine Art „Angstgegner” ausgemacht hatte, wurde mit einem 50:21 Kantersieg in 29 Aufnahmen bezwungen.

Dies war mit 1.72 der beste Durchschnitt des Turniers. Nachdem auch der Saarländer Bernd Sander das Nachsehen gegen den Merzenicher hatte, war der Weg ohne Punktverlust ins Viertelfinale frei. Hier traf Coenen auf den Bundesligisten Helge Nietsche aus Neustadt (Orla). Auch ein 28:38-Rückstand verunsicherte Coenen nicht. Mit 50:43 in respektablen 33 Aufnahmen überstand er die erste K.o.- Runde. Den nächsten Gegner, den Staßfurter Uwe Werner, hatte eigentlich niemand auf seiner „Rechnung”.

Es entwickelte sich eine spannende Partie, in der Coenen gegen Ende die Oberhand gewann. Das 50:44 bedeutete für den Merzenicher erstmals den Einzug in ein Finale einer Deutschen Einzel-Meisterschaft. Das zweite Halbfinale entschied der für Duisburg in der Dreiband Bundesliga startende Roger Liere in der besten Partie gegen Mustafa Hyat mit 50:14 in nur 23 Aufnahmen für sich entscheiden.

Im Finale im Maritim-Hotel von Bad Wildungen sahen die vielen Zuschauer bis zum 19:17 für Thomas Coenen sahen eine technisch und taktisch gut geführte ausgeglichene Begegnung beider Kontrahenten. Als der Duisburger aber begann, mit einer 13er Serie ein wahres Billard-Feuerwerk zu zünden, konnte der Merzenicher nicht mehr dagegen halten. Er musste zuschauen, wie sein Gegner die letzten 33 Bälle in nur sieben Aufnahmen holte und verdient als Deutscher Meister geehrt wurde.