Stockheim: Theatergruppe „Bösche Maar” pflegt den Dialekt

Stockheim: Theatergruppe „Bösche Maar” pflegt den Dialekt

Menschen, die gerne ins Theater gehen, sind kürzlich in Stockheim wohl völlig auf ihre Kosten gekommen.

In der alten Kirche führte die Theatergruppe „Bösche Maar” drei kleinere Theaterstücke auf. Das Besondere daran: Die Schauspieler sprechen kein gewöhnliches Hochdeutsch, sondern „Dürener Platt”.

Alle zwei Jahre präsentiert die Theatergruppe „Bösche Maar” vor Publikum ihr Können und nur selten bleibt einer der 120 Stühle leer. Diese Art des Theaters kommt beim Publikum sehr gut an, denn sowohl den Schauspielern als auch den Zuschauern ist das Pflegen und Weitergeben des leider aussterbenden Dialekts wichtig.

Natürlich haben auch die 20 Mitglieder der Theatergruppe ihre rege Freude daran, dass Publikum zu unterhalten. Ihre Stücke könnte man als Sketche bezeichnen. Eines handelt zum Beispiel von einem zänkischen Ehepaar, das einen Ehemann für ihre Tochter sucht. Diese hat sich jedoch bereits in einen siamesischen Zwilling verliebt, was für ein erhebliches Chaos sorgt.

Der Leiter der Gruppe, Karl-Willy Joentgen beklagt sich jedoch über Mangel an Nachwuchs, da nur wenige Kinder und Jugendliche den Dürener Dialekt verstehen oder sprechen können. Dies wäre natürlich sehr schade, da sowohl der Fortbestand der „Bösche Maar” als auch der des Dialektes gesichert werden sollte. Doch bei der Begeisterung, die die Schauspieler an den Tag legen, werden sie die Freunde des Dialekts wohl noch viele Jahre unterhalten.

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