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"The Voice of Germany": Finalistin Fidi Steinbeck im Interview

Interview mit Finalistin Fidi Steinbeck : „Jeder überzeugt aus ganz anderem Grund“

Sie hat die Coaches von „The Voice of Germany“ mit ihrer gefühlvollen Stimme überzeugt. Die Hamburgerin Fidi Steinbeck ist eine von 6 Finalisten. Im Gespräch mit unserer Redakteurin Anne Schröer spricht sie unter anderem über die Stimmung zwischen den Kandidaten.

Die sechs Zuschauerlieblinge der Casting-Sendung „The Voice of Germany“ kommen am Sonntag, 22. Dezember, in die Arena Kreis Düren.

Unter ihnen ist die Hamburgerin Fidi Steinbeck (35) aus dem Team von Coach Mark Forster. Sie machte im Laufe der Sendung mit ihrer besonderen Stimme, dem gefühlvollen Cellospiel und ihren auffallenden Cowboyboots von sich reden. Im Interview mit Anne Schröer spricht sie über die Stimmung zwischen den Kandidaten, gegen die sie am Sonntag (20.15 Uhr, Sat1) im Live-Finale antreten wird, über die deutliche Kritik von Coach Sido und ihre Pläne fürs nächste Jahr.

Frau Steinbeck, so kurz vor dem Finale – ist die Teilnahme an „The Voice“ da eher Spaß oder Stress?

Fidi Steinbeck: Der Spaß überwiegt auf jeden Fall. Ich falle abends total kaputt ins Bett, kann dann aber trotzdem nicht einschlafen wegen der Vorfreude auf den nächsten Tag. „The Voice“ ist einfach eine Riesenchance für mich, das ist 90 Prozent Spaß und zehn Prozent Stress.

Dürfen Sie mitbestimmen, was Sie in der letzten Show singen?

Steinbeck: Wir haben über die Song­auswahl gesprochen, jetzt ist es ein Lied geworden, das ich sehr gern mag, Mark Forster aber auch.

Dürfen Sie schon ein klitzekleines bisschen über das Lied verraten?

Steinbeck: Natürlich nicht viel. Aber es wird was fürs Herz, sehr gefühlvoll.

Singen Sie nur das eine Lied?

Steinbeck: Das singe ich alleine, dann gibt es noch Duette mit den Finalisten und je einem Star. Da trete ich mit James Arthur auf. Und wir zeigen noch die Single, die Mark und ich gemeinsam aufgenommen haben und heute veröffentlichen. Das ist ein toller Song geworden.

Mit Ihnen und Oxa standen aus dem Team Mark zwei sehr starke Kandidaten im Halbfinale und auch im Team von Alice Merton waren die Sängerinnen extrem gut. Andere Teams schienen da nicht mithalten zu können, aber die Sendung ist darauf ausgelegt, dass von jedem Coach ein Talent ins Finale kommt. Was halten Sie davon?

Steinbeck: Das ist das Spiel. Es geht ja nicht nur darum, welcher Teilnehmer gewinnt, sondern auch welcher Coach. Das war eine unglaubliche Bühnenshow von Oxa, aber auch alle anderen waren sehr gut. Es heißt „The Voice“ – da steht die Stimme im Vordergrund – und es sind wahnsinnig große Stimmen im Finale.

Alle fünf Finalisten gehen bald auf Tour. Was erwartet die Zuschauer?

Steinbeck: Wir sind unterschiedliche Charaktere, haben aber auch wahnsinnig unterschiedliche Stimmen und Arten, Musik zu performen. Das wird sehr abwechslungsreich. Ich kann nicht sagen, wie das Finale ausgeht.

Über das Internet dürfen die Zuschauer einen ausgeschiedenen Halbfinalkandidaten wählen, der zusätzlich mit auf Tour geht. Haben Sie da einen Tipp, wer es wird?

Steinbeck: Ich könnte mir vorstellen, dass es Oxa wird. Ich freue mich auf jeden Fall über jeden. Es ist toll, dass noch jemand mitkommt. Wir sind so zusammengewachsen, die fehlen uns jetzt schon.

Mit dem Siersdorfer Niklas Schregel, der vor dem Halbfinale ausschied, war auch ein Kandidat aus unserer Region dabei. Haben Sie sich gut kennengelernt?

Steinbeck: Nein, nur ein bisschen. Wir hatten lange unterschiedliche Dreh- und Probezeiten, deshalb haben wir uns erst spät getroffen.

Wie würden Sie allgemein die Stimmung zwischen den Teilnehmern beschreiben? Sind Sie Kollegen oder Konkurrenten?

Steinbeck: Absolut Kollegen. Gerade weil wir so unterschiedlich sind, kommen wir nicht in die Situation, uns zu vergleichen, da wir eigentlich unvergleichbar sind. Man freut sich füreinander. Jeder überzeugt aus einem ganz anderen Grund.

„The Voice of Germany“ hat im Vergleich zu anderen Castingshows oft den Eindruck gemacht, dass die Coaches sehr respektvoll und wertschätzend mit den Kandidaten umgehen. Haben Sie den Eindruck, dass mit Sido als neuem Coach der Ton ein anderer geworden ist?

Steinbeck: Ja, das stimmt vielleicht. Aber was Sido sagt, ist nicht bösartig gemeint, sondern seine Meinung. Er ist sehr kritisch. Das kann ich sagen, weil ich es selbst erfahren habe. Ich konnte aber mit Sidos Kritik gut umgehen. Jede Art von konstruktiver Kritik bringt einen weiter. Sido bringt mehr Farbe rein, ich komme mit seiner Direktheit gut klar.

Zum Feedback der Coaches kommen die Rückmeldungen der Zuschauer – vor allem über soziale Medien. Sie haben mal gesagt, nach ihrer ersten Sendung seien die ­Rückmeldungen dort zu 98 Prozent positiv gewesen. Hat sich mit jeder Sendung der Ton verschärft?

Steinbeck: Auf jeden Fall. Bei den „Battles“ tritt man gegen jemand anderen an, da spalten sich dann zum ersten Mal die Meinungen. Bei der vorletzten Sendung war es nicht der richtige Song, da war mir klar, dass die Meinungen auseinandergehen. Musik ist totale Geschmackssache. Ich habe einen sehr eigenen Stil, auch eine eigene Art, Worte auszusprechen. Das kann nicht jedem gefallen. Ich finde es schade, wenn Kommentare in sozialen Medien persönlich oder verletzend werden. Ich war aber darauf vorbereitet, dass so etwas kommt. Ich habe mir das gar nicht erst durchgelesen, um bei mir zu bleiben, um mir treu zu bleiben. Man wird es nie allen recht machen.