„The Best of Harlem Gospel“begeistert in der Christuskirche

„The Best of Harlem Gospel“ in der Christuskirche : Der Beweis, dass Gospelmusik Spaßmusik ist

„Gospel is Call and Response“, erklärte Reverend Gregory M. Kelly am Dienstagabend in der Christuskirche in Düren. „So everyody aufstehen and mitmachen.“ Damit fasste er in charmantem Deutsch-Englisch zusammen, was die Zuschauer in der voll besetzten Kirche bei „The Best of Harlem Gospel“ erwartete. Die New Yorker Gospel-Gruppe besuchte Düren bereits zum zweiten Mal und brachte mit erstklassigen Stimmen authentischen Gospel an die Rur.

Den Anfang machte dabei ein gesungenes Vater unser – natürlich auf Englisch – wie es sonst wohl nur selten in deutschen Kirchen zu hören ist. Mit kraftvollem und lauten Klang und vielen improvisierten Tönen füllten die Musikerinnen und Musiker den Raum und zeigten welche stimmlichen Höchstleistungen noch auf die Zuschauer warteten.

Dass der Gospel aber auch ganz ohne laute Begleitung und Mikrofone funktioniert, bewies die Gruppe kurz darauf. Mit einer a cappella Version des klassischen Gospel Stücks „King Jesus Is A-Listenining“ präsentierten sie ihre ganze Stimmgewalt, denn auch unverstärkt ertönten die rhythmischen Klänge klar und laut. Aber auch mit leisen Tönen überzeugten die verschiedenen Solisten zum Beispiel bei „Nobody knows“.

Spätestens bei „Oh when the Saints“ blieb dann aber niemand mehr auf seinem Platz. Angeleitet von Reverend Kelly stimmten die Besucher in den Chor mit ein und griffen enthusiastisch das „Call and Response“ auf. Selbst die schüchternsten ließen sich mitreißen und so transportierten die New Yorker wohl tatsächlich den Geist des Gospels. Bei der Auswahl der Stücke hielten die Musiker sich vor allem an bekannte Lieder, was das Mitsingen umso mehr erleichterte.

Mit viel Enthusiasmus, lockerer Atmosphäre und starken Stimmen überzeugte „The Best of Harlem Gospel“ und bestätigte so mühelos die Aussage des Reverends: „Gospel Musik ist Spaß Musik“. 

(kim)
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