DTV-Herren 60: Tennismannschaft steigt in die Regionalliga auf

DTV-Herren 60 : Tennismannschaft steigt in die Regionalliga auf

Die Herren-60-Tennismannschaft des Dürener Turnvereins (DTV) hat es geschafft: Mit fünf Siegen aus fünf Spielen sind sie Meister der Tennis-Oberliga geworden. Und nicht nur das dürfen die Männer feiern.

Sie haben etwas geschafft, was zuvor noch keiner Tennismannschaft aus dem Dürener Verein gelungen ist: Sie werden in der kommenden Spielzeit in der Regionalliga aufschlagen, der höchsten deutschen Amateurspielklasse.

Den Grundstein für den Meistertitel legten das DTV-Team bereits am zweiten Spieltag, an dem sie den Lokalrivalen und Titelanwärter Rot-Weiß Düren mit 6:3 bezwangen. Da RW aber alle weiteren Spiele deutlich gewann, das abschließende Match beim 1. TC Sankt Augustin sogar mit 9:0, mussten auch die Spieler des Dürener TV am letzten Spieltag gewinnen, um Rang eins zu verteidigen. Kontrahent war der Tabellendritte, die TG Deckstein. Ein Gegner, der spielerisch auf Augenhöhe agierte und gegen den die Dürener in der Vergangenheit schon verloren hatten.

Nach den Einzeln aber war der DTV mit einem Bein schon aufgestiegen. Philipp Sattler, Heinz Dieter Eggers, Hans-Günter Zens und Udo Chantré hatten ihre Partien in zwei Sätzen gewonnen. Mit einer 4:2-Führung ging es also in die abschließenden drei Doppel. Damit war klar, dass nur eine Kombination des DTV gewinnen musste, um den Aufstieg perfekt zu machen. Doch der Triumph schien auf einmal in weite Ferne zu rücken. Das erste Doppel mit Manfred Esser und Bruno Sieben war chancenlos, das zweite, Sattler/Chantré, auf das man gesetzt hatte, brachte sein Können nicht in Gänze auf den Platz und unterlag ebenfalls in zwei Sätzen.

Es kam also auf Hans-Günter Zens und Wolfgang Prümm an. Satz eins war zügig mit 2:6 an Deckstein gegangen und bis zum 4:5 liefen Zens/Prümm auch im zweiten Durchgang einem Aufschlagverlust hinterher. Doch genau in der entscheidenden Phase schafften sie das Break und das Blatt wendete sich. Die Gegner schienen bei heißen Temperaturen erschöpft zu sein, wohingegen sich die DTV-Männer zum 7:5-Satzgewinn pushten. Der Champions-Tiebreak war dann ein klarer Stärkebeweis von Zens/Prümm, die diesen mit 10:1 gewannen.

Die Aufstiegsfeier auf der heimischen Anlage konnte beginnen. „Es war ein Wellenbad der Gefühle. Ich war anfangs viel zu kaputt, um mich zu freuen“, war Mannschaftskapitän Bruno Sieben überglücklich und ließ auch gerne eine Bierdusche über sich ergehen.

Zwar musste sich RW Düren im Ligabetrieb mit Rang zwei begnügen, im Pokal aber haben sie noch die Gelegenheit, sich zu revanchieren. Dort wird es im Finale des Verbandspokals auf Bezirksebene zum Finale zwischen dem DTV und RW Düren kommen.

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