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Leopold-Hoesch-Museum: Taschenkontrollen gegen Klimaaktivisten

Leopold-Hoesch-Museum : Taschenkontrollen gegen Klimaaktivisten

Klimaaktivisten sorgen mit Aktionen in Museen für Aufsehen. Auch in Düren gibt es Sicherheitsmaßnahmen – und Kritik.

Klimaaktivisten, die sich in Museen festkleben und Bilder mit Suppe bewerfen, haben in den vergangenen Wochen häufig die Schlagzeilen bestimmt. Auch im Dürener Leopold-Hoesch-Museum sind die Aktivisten Thema. „Wir bitten unsere Besucher grundsätzlich Taschen vor dem Ausstellungsbesuch einzuschließen. Darin bestehen unsere Sicherheitsmaßnahmen“, teilt Museumsdirektorin Anja Dorn auf Nachfrage der Redaktion mit. „Bislang sind ja glücklicherweise keine Kunstwerke zu Schaden gekommen. Das viel größere Problem besteht meines Erachtens darin, dass die Museen aufgrund dieser Aktionen nun Angst vor Klima-Aktivisten haben müssen, obwohl die Museen in vielen Fällen und durch zahlreiche Ausstellungen Aufmerksamkeit für die Dringlichkeit des Themas herstellen und auch einen öffentlichen Raum zur Diskussion darstellen.“

Als Beispiele dafür nennt sie das ZKM Karlsruhe, das Folkwang Museum in Essen oder aktuell das Museum Ludwig. „Leider wird die Gefahr für die Museen durch die enorme Medienresonanz, die das Thema auslöst, nur größer“, merkt Dorn an.

(smb)