Tag des Ehrenamtes: Larue ehrt Engagierte

Tag des Ehrenamtes : Bürgermeister Larue ehrt im Rathaus Engagierte

Einmal im Jahr gehört im Rathaus all jenen Menschen eine sprichwörtliche Bühne, die sonst eher im Hintergrund aktiv sind, hinter den Kulissen. „In der medialen Aufmerksamkeit stehen sie in der zweiten und dritten Reihe, aber Sie tragen unsere Gesellschaft mit“, bedankte sich Bürgermeister Paul Larue für den freiwilligen und unentgeltlichen Einsatz zum Wohle der Gemeinschaft.

Im Foyer des Rathauses ehrte die Stadt mit einem „Tag des Ehrenamtes“ Einzelpersonen und Initiativen, die zuvor aus der Bürgerschaft vorgeschlagen worden waren.

In seiner Ansprache stellte Paul Larue die Bedeutung des Ehrenamtes für eine städtische Gemeinschaft und eine Zivilgesellschaft in den Mittelpunkt. Ausgehend von der griechischen Antike über die zahlreichen in Düren entstandenen Stiftungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts bis zum heutigen Tag. „Wer an den Dingen der Stadt keinen Anteil nimmt, ist kein stiller, sondern ein schlechter Bürger“, zitierte Larue den um 490 vor Christus geborenen griechischen Staatsmann Perikles. Ein Leitsatz, der erfreulicherweise auch heute noch von vielen „guten Bürgern“ berücksichtigt werde.

Die ersten Preisträger des Tages waren Erika Kurth und Karl Wichmann, die seit vielen Jahren in der Seniorenarbeit, aber auch in der Jugendarbeit aktiv sind. Beide bringen unter anderem regelmäßig Abwechslung in den Alltag von Seniorenheimbewohnern. Günther Oltrogge engagierte sich unter anderem 40 Jahre lang ehrenamtlich als Vorsitzender des Tierschutzvereins für den Kreis Düren und war langjähriges Vorstandsmitglied des Deutschen Bundeswehrverbandes. „Unter ihrer Führung ist das Tierschutzheim Düren eine Mustereinrichtung geworden“, unterstrich Dürens Bürgermeister. Peter Schumacher hat als „Botschafter der Stadt Düren“ mit seinen „Touren der Hoffnung“ Spenden für gemeinnützige Einrichtungen in Düren und Dürens Partnerstädten gesammelt und hilfsbedürftige Kinder unterstützt. Zu seinen herausragenden Tätigkeiten gehört auch der Einsatz bei den „Fahrradtagen Derichsweiler“.

Als Bürger, der als „Netzwerker“ alle Geschehen in Mariaweiler und die Vereinsaktivitäten bündelt, wurde Hans-Rudolf Schneider ausgezeichnet. Toni Schmitz, Adolf Birekoven, Fritz Quast, Matthias Meyer, Toni Krumpen und Willi Gallmann wurden für ihre umfangreichen und vielfältigen ehrenamtlichen Aktivitäten in Gürzenich geehrt – von der Kinder- und Jugend- bis zur Seniorenarbeit. Martina Schütz-Berg wird zu einem späteren Zeitpunkt für ihre ehrenamtliche Leitung des Seniorenchores der Pfarre St. Lukas ausgezeichnet.

Am „Tag des Ehrenamtes“ standen auch vier Vereine beziehungsweise Initiativen im Mittelpunkt. Die ehrenamtlich Aktiven des „Trägervereins Stadtmuseum Düren“ wurden für ihre Verdienste um das Betreiben des jüngsten Museums der Stadt sowie die Forschungsarbeit ausgezeichnet. Die Mitglieder des Vereins „Dürener Schatztruhe“ bieten hilfsbedürftigen Menschen Bekleidung zu kleinen Preisen an und unterstützen mit den „Erlösen“ wiederum karitative Einrichtungen.

Das Team von „Essen in Gemeinschaft“ der Evangelischen Gemeinde zu Düren ermöglicht seit mehr als 30 Jahren alleinstehenden Menschen soziale Begegnungen am Essenstisch. Die Arbeitsgemeinschaft Dürener Historienfeste ist für die Organisation des historischen Annamarktes verantwortlich. Musikalisch begleitet wurde die Zeremonie von der Trommelgruppe des Internats des Rheinischen Blindenfürsorgevereins unter der Leitung von Tom Kommer.

(sj)