Nörvenich: „Tag der Bundeswehr“: Fliegerhorst öffnet seine Pforten

Nörvenich: „Tag der Bundeswehr“: Fliegerhorst öffnet seine Pforten

Wer schon immer einmal einen Eurofighter und Tornado, eine Transall-Transportmaschine und ein Awacs-Luftaufklärungsflugzeug vom Typ Boing 707, aber auch einen Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 und das Flugabwehrraketensystem Patriot aus nächster Nähe sehen will, der ist am 13. Juni in Nörvenich genau richtig.

Der Fliegerhorst des „Boelcke“-Geschwaders ist einer von 15 Standorten bundesweit, die aus Anlass des 60-jährigen Bestehens der Bundeswehr an diesem Samstag den Schlagbaum für die Öffentlichkeit öffnen und Einblicke in die vielfältige Arbeit der Streitkräfte gewähren.

Der Eurofighter, das Awacs-Luftaufklärungsflugzeug vom Typ Boing 707 und der Kampfpanzer Leopard 2 sind nur drei von zahlreichen Flugzeugen und Fahrzeugen, die am 13. Juni in Nörvenich beim „Tag der Bundeswehr“ aus nächster Nähe zu sehen sein werden. Foto: dpa

„Viele kennen uns seit dem Wegfall der Wehrpflicht einfach nicht mehr“, erklärt der „Boelcke“-Kommodore, Oberstleutnant Stefan Kleinheyer. Das soll sich am „Tag der Bundeswehr“, der in Nörvenich von der Luftwaffe und vom Bereich Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen gestaltet wird, ändern. Von 10 bis 18 Uhr erwartet die Besucher auf einer Gesamtfläche von 100 Fußballfeldern ein breitgefächertes Programm, das nahezu die ganze Bandbreite der Arbeitsbereiche in der Bundeswehr abbilden wird. Nur militärischen Flugbetrieb wird es an diesem Tag nicht geben. Dafür können die Besucher Hightech aus nächster Nähe erleben. „Der Besucher soll ein möglichst authentisches Bild von der Bundeswehr bekommen“, betont der Kommodore. 1700 Soldaten und zivile Mitarbeiter sind vor Ort im Einsatz und stehen bei Bedarf Rede und Antwort.

ARCHIV - Ein Kampfpanzer Leopard 2 A6 der Bundeswehr fährt auf dem Truppenübungsplatz in Munster durch ein Gewässer (Archivfoto vom 15.06.2009). Die Bundeswehr darf auch bei Einsätzen im Inland in Ausnahmefällen militärische Mittel zur Abwehr von Gefahren einsetzen. Das entschied das Bundesverfassungsgericht in einem am Freitag 17.08.2012 veröffentlichten Beschluss. Foto: Maurizio Gambarini +++(c) dpa - Bildfunk+++

Die Präsentation von Flugzeugen, Hubschraubern, Nutzfahrzeugen und Panzern ist der sicherlich spektakulärste aber längst nicht einzige Teil des Gesamtangebots. In den Flugzeughallen, in denen normalerweise die Eurofighter „parken“, werden wir die verschiedenen Berufsbilder der Bundeswehr vorstellen, kündigt Major Mark Speh an, der seitens des „Boelcke“-Geschwaders den Tag organisiert. Zum Beispiel wird die Wartungsstaffel des Geschwaders an einem aufgebockten Eurofighter anschaulich einen Fahrwerkstest demonstrieren. „Sie erleben eine Bundeswehr zum Anfassen“, verspricht Oberstleutnant Kleinheyer. An verschiedenen Punkten können die Gäste selbst Hand anlegen. Zum Beispiel laden die Fahrlehrer der Bundeswehr zu Übungsfahrten ein.

Vor der großen Wartungshalle T1 wartet ein Nonstop-Bühnenprogramm auf die Besucher. Eurofighter-Piloten und -Techniker berichten über ihre Arbeit, die Hundestaffel und die Fliegerhorstfeuerwehr demonstrieren ihr Können, ein Heeresmusikkorps spielt auf. Zu den Höhepunkten gehören sicherlich der Auftritt der Koch-Nationalmannschaft der Bundeswehr, die den Besuchern ein Dessert kredenzen wird, oder die Darbietungen der Fechter und Judoka aus der Sportfördergruppe, die zum Teilen bereits WM- und EM-Medaillen errungen haben.

Weitere Angebote: Die Sportfliegergemeinschaft „Boelcke“/Heini Dittmar wird Rundflüge über den Fliegerhorst anbieten und die militärhistorische Sammlung ist geöffnet. Auch das Thema Umweltschutz bei der Bundeswehr kommt nicht zu kurz. Und natürlich ist auch für die kleinen Gäste mit speziellen Spielangeboten gedacht.

Für Besucher aus dem Raum Düren, die über die B 477 zum Fliegerhorst anreisen, werden außerhalb des Areals Parkplätze ausgewiesen. Sie werden dann mit Shuttle-Bussen zum Veranstaltungsgelände gebracht.

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