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Düren: Täter nutzt Hafturlaub für einen Einbruch

Düren : Täter nutzt Hafturlaub für einen Einbruch

Ausgerechnet seinen dreitägigen Hafturlaub über Ostern 2004 nutzte ein inzwischen 38 Jahre alter Angeklagter, um zusammen mit seinem damaligen Lebensgefährten einen Einbruch zu begehen.

Nachts hatte das Duo in Vettweiß eine Terassentür aufgebrochen und 1750 Euro Bargeld, eine Uhr sowie eine Halskette mit Anhänger mitgehen lassen.

Einige Monate zuvor hatten sich die beiden Männer Zugang zu einem Haus in Düren verschafft und unter anderem den Schlüssel für einen Pkw gestohlen, um mit dem Wagen zu flüchten.

Da einer der beiden Täter keine „ladungsfähige Adresse” hat, klagte der Staatsanwalt nun den 38-Jährigen alleine an. Er legte ihm zwei Einbruchsdiebstähle und eine Urkundenfälschung zur Last. Es stellte sich nämlich heraus, dass der gestohlene Pkw mit anderen Kennzeichen versehen und weiter benutzt worden war.

Über seinen Anwalt räumte der Angeklagte die Taten in vollem Umfang ein, sah seine Rolle aber lediglich als Beteiligter. Haupttäter sei sein damaliger Lebensgefährte gewesen.

Das Gericht verurteilte den 38-Jährigen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten unter Einbeziehung einer Strafe des Amtsgerichts Euskirchen, die er in Siegburg verbüßt. Versöhnliche Töne kamen von dem Angeklagten, der sich im Gerichtssaal bei der Geschädigten aus Vettweiß entschuldigte.

Der Vorsitzende Richter Hans-Georg Wingen empfahl dem Angeklagten als „letzte Ermahnung”, seine kriminelle Karriere zu beenden und sich seinen Umgang sorgfältiger auszusuchen. Mit seinem erlernten Beruf als Bäcker und Konditor, den er auch im Gefängnis ausübe, habe er gute Voraussetzungen, aus seinem Leben etwas Vernünftiges zu machen.