Nideggen: „Swingin‘ Trumpets“ überzeugen beim Konzert in der Nideggener Kirche

Nideggen: „Swingin‘ Trumpets“ überzeugen beim Konzert in der Nideggener Kirche

Sie wollen nächstes Jahr wiederkommen, die Musiker der „Swingin Trumpets“ aus Drove, denn ihr Konzert in der Nideggener Pfarrkirche war eine runde Sache.

Da stimmte alles: hervorragende Musiker mit schon professionellem Touch, ein Dirigent, von Hause aus Trompeter und seit Jahren Mitglied der berühmten Bigband der Bundeswehr, ein Programm, das ausgewogen daherkam in einer durchdachten Mischung weltlicher und weihnachtlicher Werke, ein Kirchenraum, der bekannt ist für seine hervorragende Akustik, und natürlich ein beifallfreudiges Publikum.

Im Altarraum hatten sich 28 Bigband-Akteure versammelt. Etwas aus dem Rahmen tanzte das Tenorsaxophon, positiv natürlich, es war das einzige Holzblasinstrument. Unter den erwachsenen Musikern ein hoffnungsvoller Anblick: sieben junge Leute, der Nachwuchs der „Swingin Trumpets“.

Hilfreiche Erläuterungen

„Wir legen großen Wert auf unsere Nachwuchsarbeit“, erklärte Christiane Roosen, Vorsitzende des Musikvereins Drove, die gemeinsam mit Peter Blum durch das Konzert führte, die Komponisten und Arrangeure vorstellte sowie Inhalte der meist englischen Texte erläuterte, so dass sich die Menschen in den gut gefüllten Kirchenbänken auf die Musik konzentrieren konnten.

Die Säulen des Konzerts waren die Weihnachtslieder, bei denen die Gäste gerne mitsangen. Sie umrahmten Balladen aus Rock und Pop. Und die Menschen erinnerten sich an die populären Melodien, an „Leningrad“ von Billy Joel, an „Tears in heaven“ von Eric Clapton, an Henry Percells „Trumpet Tune“. Sogar Stücke aus den Fünfzigerjahren hatten die Programmplaner ausgegraben, interpretierten Coverversionen von Boney M, ließen die Menschen sich erinnern „an Früher“, als es auch schon gute Musik gab. Die „Black Forest Ouvertüre“, „Heal the world“ und natürlich „White Christmas“ — als Zugabe — erfüllten die mittelalterliche Kirche mit adventlicher Weihnachtsstimmung.

Zu Höhepunkten wurde das Zusammenspiel von Solotrompete mit Peter Blum und Bruno Esser am Keyboard. Die „Tears in heaven“ waren vergessen, jetzt glitzerten hier und da in den Augenwinkeln winzige Tränen der Rührung in St. Johannes Baptist.

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