SWD Powervolleys wollen Sonntag im Pokal weiterkommen

Heimspiel gegen die Hypo Tirol Alpenvolleys: Aufschlagspiel der Gäste entschärfen

Am Ende bewiesen die SWD Powervolleys ein bisschen mehr Abgeklärtheit und auch die größere Portion Besonnenheit. „Eine solche emotionale Coolness“, sagt Trainer Stefan Falter, „kann in einem engen Spiel den entscheidenden Unterschied machen.“

So auch am Mittwoch, als Düren in seinem ersten Heimspiel der neuen Saison die Netzhoppers Königs Wusterhausen mit 3:0 geschlagen hat.

Zeit zum Ausruhen hatten Dürens Bundesliga-Volleyballer nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel allerdings nicht: Am morgigen Sonntag, 4. November (Anpfiff in der Arena Kreis Düren um 18 Uhr), müssen die Powervolleys im Achtelfinale des Deutschen Volleyball-Pokals gegen die Hypo Tirol Alpenvolleys Haching ran.

„Natürlich“, sagt Michael Andrei, neuer Kapitän der Dürener, „war am Mittwoch längst nicht alles perfekt. Unser Motor hat noch ein bisschen gestottert, aber ich hatte nie das Gefühl, dass wir verlieren.“ Die Mannschaft habe sich nie aufgegeben und im letzten Satz sei es vor allem die grandiose Aufschlagserie von Sebastian Gevert gewesen, der die Netzhoppers nichts mehr hätten entgegen setzen können. „Es ist normal“, ergänzt Andrei, „dass zu Beginn einer Saison noch nicht alles zu 100 Prozent rund läuft. Und das ist auch in Ordnung, so lange wir weiter hart daran arbeiten, uns zu verbessern. Und das tun wir.“

Powervolleys erkämpfen sich ein 3:0 gegen Königs Wusterhausen

Auch für das Pokal-Achtelfinale am Sonntag ist Andrei zuversichtlich, dass sein Team eine Runde weiter kommt. „Die Alpenvolleys haben sich auf einigen Positionen verstärkt, auf anderen aber auch verschlechtert. Wir müssen von Punkt zu Punkt denken, absolut konzentriert sein.“

Ähnlich sieht das auch Trainer Stefan Falter. „Natürlich sind Pokalspiele immer etwas Besonderes“, sagt der Coach, „schon allein, weil es K.-o.-Spiele sind. Eine schlechte Leistung kann man nicht wieder gut machen.“ Andererseits könne man im Pokal mit nur drei Siegen das Finale erreichen. „Der Titel ist also gar nicht so weit weg“, sagt Falter. „Das müssen die Spieler sich klar machen.“ Beide, Spielführer und Trainer, gehen davon aus, dass sich Düren und die Alpenvolleys ein packendes Duell liefern werden. „Die Alpenvolleys haben als Pokalziel den Einzug ins Halbfinale ausgegeben“, sagt Falter. „Da wollen wir mindestens auch hin. Und ich denke auch, dass die Qualität der beiden Mannschaften ganz ähnlich ist. Vielleicht sind die Alpenvolleys noch ein Stück aggressiver als wir.“ Sein Team müsse so druckvoll aufschlagen wie in den Endphasen der ersten beiden Sätze gegen die Netzhoppers. Falter: „Außerdem müssen wir das starke Aufschlagspiel der Gäste entschärfen. Dann kann es mit dem Einzug ins Viertelfinale etwas werden.

„Sicher müssen wir uns noch steigern“, ergänzt auch Andrei. „Aber die Alpenvolleys haben in dieser Saison noch nicht gegen wirklich starke Gegner gespielt. Es ist schwer, dieses Team einzuschätzen.“ Ganz sicher sei es für seine Mannschaft ein großer Vorteil, zu Hause antreten zu können. „Wir müssen zum Glück nicht zehn, zwölf Stunden im Bus sitzen. Das und natürlich die Unterstützung unserer Fans kann bei diesem Spiel enorm wichtig sein.“

So oder so: Düren hat mit Hypo Tirol noch eine Rechnung offen: In der vergangenen Saison haben die Powervolleys Hin- und Rückspiel der Bundesliga gegen die Männer aus Innsbruck verloren. Das soll am Sonntag anders werden.

(kin)
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