Düren: SWD Powervolleys: Julius Firkal spielt gut und zahlt Lehrgeld

Düren : SWD Powervolleys: Julius Firkal spielt gut und zahlt Lehrgeld

Wer die Achtelfinalpartie des CEV-Pokals zwischen Ziraat Bankasi Ankara und den SWD Powervolleys über den Stream des Gastgebers verfolgte, stellte am Dienstagabend Dreierlei fest: Seinen Laptop musste er schon um 90 Grad drehen, um die 0:3-Niederlage verfolgen zu können.

Außerdem blies durchgehend eine Blaskapelle zur „Attacke“, so dass man sich eher in den Niederlanden zu befinden glaubte. Und schließlich pfiffen die Anhänger des Gastgebers bei jedem Aufschlag der Dürener.

Deren Coach Stefan Falter stellte nüchtern fest: „Ich habe die Pfiffe zwar gehört, aber sie waren überhaupt nicht schlimm, geschweige denn dramatisch. Bei einer solchen Stimmung ist doch besser zu spielen als in einer Halle, in der es mucksmäuschenstill ist.“

Überhaupt waren Falter und die übrigen Dürener von der Freundlichkeit der Gastgeber angetan. So bot der Verein dem Tross aus dem Rheinland am gestrigen Morgen eine Stadtbesichtigung an. Schließlich flogen die Deutschen erst am Nachmittag wieder über Istanbul zurück nach Düsseldorf. Die Dürener nahmen das Angebot dankend an.

Keine Angebote

Angebote sportlicher Art sprachen die Volleyballer von Ziraat Bankasi Ankara dagegen nicht aus. Im Gegenteil, immer dann, wenn die Spieler des Bundesligisten den souveränen Primus der höchsten türkischen Liga in Bedrängnis brachten, legten die Gastgeber nach. Beim ersten Auftritt der Dürener in der Türkei belohnte Stefan Falter die Entwicklung und die guten Trainingsleistungen eines Annahmespielers und Außenangreifers, der bis Dienstag nur wenige Einsatzminuten vorzuweisen hatten: Julius Firkal, der Slowake. Stefan Falter war mit der Leistung des 20-Jährigen vor den fast 4000 begeisterten Zuschauern mehr als zufrieden: „Er hat gut angenommen und auch gut aufgeschlagen. Dass ihm in Angriff nicht alles gelungen ist, ist angesichts seiner Jugend verständlich. Ein 20-Jähriger kann noch nicht die Erfahrung eines 30-Jährigen haben.“ Und so sah Falter dieses Spiel auch als einen wichtigen Schritt in der Entwicklung von Julis Firkal: „Er hat halt auch, als er beispielsweise von einem Einerblock gestoppt wurde, seine Quittung bekommen. Das gehört aber auch zum Lernprozess.“

Am 31. Januar steht nun das Rückspiel an. Falter gibt sich zuversichtlich: „Wir haben gegen dieses Starensemble eine Chance“, sagte der Mann aus Schmidt. Düren muss 3:0 oder 3:1 gewinnen, um den „Golden Set“ zu erzwingen. Gelingen den Spielern aus Ankara dagegen zwei Gewinnsätze, haben die Volleyballer aus der türkischen Hauptstadt das Viertelfinale erreicht.