SWD Powervolleys: Heimspiel gegen die Berlin Recycling Volleys

SWD Powervolleys : Dürens Volleyballer empfangen den Deutschen Meister

Die SWD Powervolleys begrüßen am Samstagabend mit den Berlin Recycling Volleys den Deutschen Meister in der Arena Kreis Düren.

„Das Wichtigste ist: Wir müssen wieder unseren Volleyball und auch unser gutes Niveau finden.“ Sebastian Gevert, Diagonalangreifer der SWD Powervolleys, bringt es auf den Punkt. Zwar hat Dürens Volleyball-Bundesligist das Spiel gegen VCO Berlin am vergangenen Sonntag gewonnen, die beiden Spiele davor haben die Powervolleys aber verloren. Und das, obwohl sie bei beiden Partien in weiten Teilen der Spiele geführt haben. Gevert: „Wir müssen guten Volleyball spielen und unsere Punkte machen – und zwar bis zum Ende jedes einzelnen Satzes.“

Der 30-Jährige hat Recht, vor allem, wenn man bedenkt, dass am heutigen Samstag mit den Berlin Recycling Volleys (Anpfiff 19.30 Uhr) der Deutsche Meister nach Düren kommt. „Das wird ein schweres Spiel“, sagt Gevert. „Aber wir haben in dieser Saison schon einmal gezeigt, dass wir Berlin schlagen können.“ Das war zum Saisonauftakt in der Hauptstadt. „Sicher hat sich seitdem in der Liga viel getan“, sagt Powervolleys-Kapitän Michael Andrei (33), „aber es ist längst auch nicht so, dass in Berlin alles rund läuft.“ Die Hauptstädter haben in dieser Woche in der Champions League verloren und mit Sergey Grankin einen hochkarätigen russischen Zuspieler verpflichtet.

Andrei: „Das zeigt, dass sie ihren beiden bisherigen Zuspielern nicht vertrauen, und ist auch nicht so einfach für die Teamdynamik. Das können wir zu unserem Vorteil nutzen.“ Gleichzeitig weiß natürlich auch Andrei, dass im Augenblick bei seiner Mannschaft nicht alles perfekt funktioniert. „Man merkt einfach, dass die Saison schon ziemlich weit fortgeschritten ist und wir drei schwere Spiele in fünf Tagen hatten. Wir müssen einfach alles, was wir haben, in die Waagschale werfen. Dann können wir gewinnen.“

Andrei glaubt nicht, dass es eine große Rolle spielt, dass Trainer Stefan Falter immer noch krank ist und sein Team heute nicht coachen kann. „Natürlich fehlt Stefan Falter uns“, erklärt Andrei. „Unser Co-Trainer Justin Wolff macht aber einen hervorragenden Job. Und natürlich ist es so, dass jetzt alle mehr Verantwortung übernehmen müssen.“ Gerade jetzt komme seinem Team der große Zusammenhalt zugute, ergänzt der Kapitän. „Wenn alles gut funktioniert, ist es leicht, eine Mannschaft zu sein. Ein Team definiert sich darüber, wie es in schlechteren Zeiten zusammensteht. Und das klappt bei uns ganz hervorragend. Wir funktionieren als Mannschaft.“ Justin Wolff, der derzeit das Training leitet, ist ebenfalls zuversichtlich, dass sein Team heute Abend den Deutschen Meister noch einmal schlagen kann. „Es war wichtig, dass wir gegen VCO gewonnen haben.

Diesen Auftrieb haben wir mit ins Training genommen und in dieser Woche wirklich gut gearbeitet.“ Es sei gelungen, ergänzt der 26-Jährige, vermeintliche Schwächen zu verbessern. „Sowohl gegen Herrsching als auch gegen Königs Wusterhausen lässt sich nicht an einer Sache festhalten, warum wir am Ende verloren haben. Es waren in der Summe einfach zu viele Kleinigkeiten, die nicht funktioniert haben. Das müssen wir abstellen.“ Vieles sei zudem Kopfsache, ergänzt Wolff. „Aber wir haben auch intensiv daran gearbeitet, mit dem Druck besser umzugehen. Ich bin überzeugt, dass wir aus unseren Fehlern der vergangenen Spiele gelernt haben.“

Auch Wolff glaubt, dass der neue Berliner Zuspieler heute noch kein riesiger Vorteil für den Deutschen Meister sein kann. Wolff: „Es kann nach so kurzer Zeit noch kein blindes Vertrauen zwischen Grankin und dem Berliner Angriff geben. Wir müssen einfach dafür sorgen, dass die Recycling Volleys nicht zu ihrem schnellen Spiel kommen.“

Mehr von Aachener Zeitung