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Düren: SWD-Kulturstiftung wählt zwölf Projekte

Düren : SWD-Kulturstiftung wählt zwölf Projekte

Junge Projekte in der Kulturszene vergleicht Dieter Powitz mit zarten Spargelpflanzen. Der Geschäftsführer der SWD-Kulturstiftung und Leiter von Düren Kultur sagt: „Wenn die Spitzen aus den aufgeschütteten Hügeln durchbrechen, verursachen sie Risse in der Erde. Diese kreativen Risse wollen wir frühzeitig erkennen, weil junge Projekte, genau wie junge Pflanzen, oft mehr Pflege benötigen.“

Diese Pflege ist im Falle der Förderung durch die SWD-Kulturstiftung nicht nur eine finanzielle Unterstützung, sondern auch ein inhaltlicher Anschub, damit die Projekte zukünftig auf eigenen Beinen stehen.

asd. Foto: Kim Statzner

Zum dritten Mal in Folge schüttet die Stiftung Gelder für regionale Kunst- und Kulturprojekte aus. Zwölf Ideen werden mit insgesamt 27.700 Euro unterstützt. Bei der Auswahl der Projekte sei es auf Balance angekommen, sagt Beiratsmitglied und Bürgermeister Paul Larue. Vergleichbar mit der Feuerwehr, die dank der haupt- und ehrenamtlichen Kräfte durch zwei Lungen atmet, sei auch die Kulturszene mit ihren freien und berufsmäßig Engagierten.

... und die Konzertreihe Tonspuren, bei der im Februar das Ensemble Mosaic Coelln zu Gast war. Foto: Mathias Lim

„Das ergänzt und befruchtet sich“, freute sich der Bürgermeister. Zwischen diesen beiden Bereichen sollte bei der Förderung ein Gleichgewicht herrschen. Ansonsten zeichnet die diesjährige Auswahl erneut die Vielfalt aus. Die geförderten Projekte unterscheiden sich unter anderem im Genre, der Zielgruppe und dem Grad der Partizipation. Die geförderten Projekte sind:

Theaterwerkstatt am Theater Düren: Jüngere Teilnehmer und Senioren erarbeiten gemeinsam Produktionen rund um die Annakirmes und Geschichten des Lebens, die anschließend im Haus der Stadt aufgeführt werden sollen.

Andantino: Die Musikvermittlung aus Kreuzau bekommt gleich für zwei Projekte Fördergelder: Bei einem interaktiven Spieletag können die jüngsten Dürener Musik erfinden und das Musizieren kennenlernen. Einen Gegenpol zur Digitalisierung soll das Mitmachkonzert „Neue Medien, Natur und Musik“ bilden.

Tanzende Stadt: Lokale und internationale Tänzer verwandeln die öffentlichen Plätze der Innenstadt in Bühnen.

Endart: Zum zweiten Mal kommt die Udo-Lindenberg-Coverband „Der Udonaut und die Panikpräsidenten“ in die Kulturfabrik.

Junges Theater: Die freie Theatergruppe für 13- bis 16-Jährige setzte im März Friedrich Dürrenmatts Tragikomödie „Der Besuch der alten Dame“ gekonnt in Szene.

Musikus: Der Volksmusikerbund NRW engagiert sich an fünf Dürener Kitas und Grundschulen für die frühmusikalische Bildung.

Airweiler: Die Open-Air-Konzertreihe belebt den Ahrweilerplatz mit öffentlichen, kostenfreien Konzerten. Von Mai bis Juli treten freitags regionale Musiker auf.

Tonspuren: In dieser Konzertreihe ist die Musik vergangener Jahrhunderte auf Instrumenten aus ihrer Entstehungszeit in der Kulturfabrik Becker & Funck zu hören.

Milonga Santa Anna: Tango unter freiem Himmel auf dem Annaplatz — von Mai bis September kann an jedem zweiten Samstag im Monat ab 18 Uhr kostenfrei das Tanzbein geschwungen werden.

Bertraum-Wieland-Archiv: Ein Geschichtsprojekt zum Mitmachen beschäftigt sich mit dem Schicksal von Dürenern im KZ Buchenwald. Dazu gehört auch eine Studienfahrt.

Otto-Reutter-Revue: Zur Ausstellung „Betrogene Hoffnungen. Düren zwischen Aufbruch und Weltwirtschaftskrise 1919 — 1929“ veranstaltete das Stadtmuseum im März die Revue mit Sänger Ewald Schu aus Konz.

(wel)