SV Kurdistan Düren vor dem Durchmarsch in die Bezirksliga

SV Kurdistan Düren : Ein Sieg reicht für den Aufstieg

Ein Sieg noch, dann spielt der Tabellenführer SV Kurdistan Düren ab Sommer in der Bezirksliga. Da auch die drei besten Zweiten der neun Fußballkreise des Bezirks Mittelrhein aufsteigen, reichen bereits 70 Punkte.

Dieses Szenario könnte bereits am Sonntag im „Spiel der Woche“ passieren, wenn die Kurden in der Kreisliga A um 14.15 Uhr auf Viktoria Birkesdorf treffen.

„Ich wusste, dass die Qualität in der Mannschaft vorhanden ist, trotzdem hätte das vor der Saison niemand gedacht. Jetzt wollen wir uns das auch nicht mehr nehmen lassen“, so Kurdistans Coach Maik Wengorz. In der vergangenen Spielzeit wurde Kurdistan Meister in der Kreisliga B3 und befindet sich mit 22 gewonnenen Partien aus 25 nun auf dem Weg zum Durchmarsch in die Bezirksliga. „Wir haben es geschafft, uns jede Woche neu zu motivieren, jedem Gegner 100 Prozent entgegengebracht und ihn respektiert“, spricht Wengorz vom Erfolgsrezept. Anders wird es auch nicht gegen Birkesdorf sein, die er für stärker hält als den aktuellen neunten Tabellenrang.

Ziele für die abschließenden fünf Matches hat Wengorz mehrere. Neben dem Aufstieg soll die Meisterschaft gelingen (sieben Zähler Vorsprung vor dem Türkischen SV) und noch 13 Punkte holen: „Ein kleines Ziel ist die 80-Punkte-Grenze. Die wurde das letzte Mal vor 34 Jahren geknackt.“ Für den gegnerischen Coach Lars Sachße sind die Kurden die Übermannschaft der Saison: „Was sie fußballerisch zeigen, ist aller Ehren wert. Das zeigen sie jede Woche und ich traue ihnen in der Bezirksliga einiges zu.“ Auch wenn sich das schon nach Aufstiegsgratulation anhört, soll diese wenn möglich am Sonntag noch nicht ausgesprochen werden, denn trotz Platz neun ist die Viktoria abstiegsbedroht.

Da drei Dürener Vertreter aus der Bezirksliga abstiegsgefährdet sind, könnte es passieren, dass vier Mannschaften in die Kreisliga A absteigen müssen. Für diesen Fall hat Birkesdorf „nur“ sechs Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsrang. „Auf diesen Fall gucken wir und daher brauchen wir noch sechs Punkte“, so Sachße, der hofft, diese nötigen Zähler in den Heimspielen gegen den SC Ederen und den 1. FC Krauthausen zu holen. Dies wäre dann ein gelungener Abschied für Sachße, der einen neuen Fußballkreis kennenlernen will und ab Sommer Fortuna Weisweiler trainieren wird.

(say)
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