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Düren: Stück für Stück wandert „Max” in den Container

Düren : Stück für Stück wandert „Max” in den Container

Dass Berthold Feltens Idee, die geschlossenen Kneipe „Brauweilers Max” aus der Wirtelstraße eins zu eins in einen Container zu stecken, auf den ersten Blick völlig verrückt klingt, mag daran liegen, dass dieser Einfall irgendwann an der Theke reifte. Da war der „Max” noch geöffnet und für Felten, der von der künftigen Schließung wusste, war nach dem ein oder anderen Bierchen glasklar: „Der Brauweiler darf nicht sterben!”

Keine Schnapsidee, findet der 60-jährige Schausteller. „Wir sind mit der Kneipe aufgewachsen, haben als Schüler erst Frilo-Frisch-Kaffee und später auch unser erstes Bier dort bestellt”, beginnt er seine schwärmerische Erklärung, warum die Geschichte des „Treffpunkts für Jung und Alt, Arm und Reich” auch nach dem Entschluss der Gebrüder Brauweiler, die vom Vater Max gegründete Institution aufzugeben, nicht abgeschlossen werden darf.

„Das wäre eine Schande für Düren, wenn die letzte wirkliche Kneipe vom Erdboden verschwindet”, findet Felten. Daher also der Entschluss, den „Max” samt Mobiliar zu erwerben und in einen Container zu verfrachten. Brauweiler mobil sozusagen - mögliche Einsatzgebiete wären die Annakirmes, das Stadtfest oder der 50. Geburtstag, wenn im Hof noch Platz für eine Kneipe im Container ist. Nach einer Bedenkzeit stimmten die Gebrüder Josef und Werner Brauweiler der Idee zu und überließen Felten neben Interieur auch den guten Namen des Hauses.

Doch auch für das alte Gebäude des „Max” geht die Geschichte weiter: Nach DZ-Informationen soll dort ein Damenbekleidungsgeschäft eröffnen.