Nideggen: Streit um die Eingangsklassen an der Realschule beigelegt

Nideggen: Streit um die Eingangsklassen an der Realschule beigelegt

Seit Dienstagabend können einige Eltern und Kinder in der Gemeinde Kreuzau wieder besser schlafen.

Im Ausschuss für Bildung, Soziales und Sport” des Nideggener Stadtrats erfuhren sie nach heftiger Debatte, dass sie ihre Kinder nun doch in das 5. Schuljahr der Realschule der Herzogstadt schicken dürfen. Über Wochen war die Verwirrung groß, weil Ablehnungsbescheide in den Familien zunächst große Verwirrung ausgelöst hatten.

Anfang des Jahres hatte der Rat beschlossen, dass ihre Realschule nur mit zwei Parallelklassen in der Fünf beginnen soll. Daraus schloss die Schulleitung der Realschule, sie dürfe nicht mehr als 32 Schüler pro Klasse aufnehmen. Ein intensiver Briefwechsel zwischen Schule und der Verwaltung der Stadt brachte keine Klärung.

Zwölf Viertklässler aus der Gemeinde Kreuzau waren angemeldet worden. Neun sollten einen Ablehnungsbescheid bekommen, drei hätten, begünstigt durch ein Losverfahren, die Wunschschule besuchen dürfen. Die Ablehnungsbescheide kamen so spät, dass die Eltern aus Kreuzau nicht mehr die Möglichkeit einer Wahl hatten, denn die anderen Schulen hatten ihr Aufnahmeverfahren längst beendet.

Die Eltern erhoben bei der Schule und bei Bürgermeisterin Göckemeyer schriftlich Widerspruch. Diesen bekräftigten sie jetzt vor dem Ausschuss durch ihre Anwesenheit und mündliche Erläuterungen. Fazit: Vor dem Ausschuss konnte das Kompetenzgerangel zwischen dem Rat und der Schulleitung in Verbindung mit der Bezirksregierung Köln beigelegt werden. Der Schulträger, die Stadt Nideggen, kann die Zügigkeit ihrer Schulen festlegen, die Schulleitung kann in Absprache mit der Bezirksregierung die Zahl der aufzunehmenden Kinder pro Klasse festsetzen.

Da im Augenblick nur noch vier Schüler aus Kreuzau in die Realschule Nideggen aufgenommen werden sollen - die anderen Schüler hatten sich in der Zwischenzeit anderweitig orientiert - werden die beiden Eingangsklassen der Realschule Nideggen Anfang August mit je 34 Schülern beginnen. Ob das Nideggener Parlament den Beschluss der Zweizügigkeit aufheben wird, ist unklar. Die Eltern aus Kreuzau und ihre Schützlinge zogen jedoch zufrieden ab.

Zuvor hatte die CDU-Fraktion beantragt, der Ausschuss solle dahingehend wirken, dass das dreigliedrige Schulsystem und die Standorte aller Schulen erhalten bleibe. Der Antrag wurde mit knapper Mehrheit angenommen. Ob ein Schulsozialarbeiter im Schulzentrum Nideggen arbeiten darf, muss noch mit allen Beteiligten besprochen werden. Christoph Postler, der neue Leiter der „Mobilen Jugendarbeit” in Nideggen, stellte sich und zukünftige Projekte vor. Das Netzwerk für Seniorinnen und Senioren und schon laufende Projekte wurden erklärt.