Düren: Straßenbauarbeiten im weißen „Festzelt“

Düren: Straßenbauarbeiten im weißen „Festzelt“

Ernst Gombert muss lachen: „Nein, wir wollen an der Schoellerstraßenbrücke keine Karnevalssitzung feiern“, versichert der für den Brückenneubau zuständige Projektleiter des Landesbetriebs Straßenbau NRW. Dass ein großes, weißes Festzelt die Baustelle ziert, hat einen anderen Grund.

„Die Baufirma hat stadtauswärts beim Abfräsen der Schoellerstraße festgestellt, dass im Bereich der schräg unter der Straße verlaufenden Rurtalbahnbrücke die Abdichtung des Betons schadhaft ist“, erklärt Gombert. Auch wenn der Schaden nicht sofort hätte behoben werden müssen, lag es nahe, diese zusätzlichen Arbeiten umgehend zu erledigen. „Wir wollten den Anwohnern und Verkehrsteilnehmern eine neuerliche Sperrung in zwei Jahren ersparen.“

Um sicherzugehen, dass sich der Zeitplan der Asphaltarbeiten rund um die neue Brücke trotz der Zusatzarbeiten nicht allzu sehr verzögert, haben sich Landesbetrieb und Baufirma entschlossen, auf die Zeltlösung zu setzen. Denn die diversen Schichten der zwischen Beton und Fahrbahndecke notwendigen Abdichtung können schon bei Temperaturen rund um den Gefrierpunkt nicht mehr aufgebracht werden. „Wenn nötig, können wir das Zelt jetzt auch beheizen“, betont Gombert.

Bis Karneval, spätestens eine Woche später, sollen die Asphaltarbeiten in diesem Bereich abgeschlossen sein. „Wenn uns der Winter keinen Strich durch die Rechnung macht“, schränkt Gombert ein. „Wir werden aber mit Hochdruck daran arbeiten, den Zeitplan einzuhalten.“ Dann soll der Arnoldsweilerweg schrittweise wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die Busse der Linie 238 fahren bis dahin stadtauswärts noch über die B 56 und die L 257 nach Arnoldsweiler.

Im Vorfeld des Neubaus der Schoellerstraßenbrücke über die Eisenbahnhauptstrecke war auch die direkt angrenzende Rurtalbahnunterführung auf etwaige Schäden hin untersucht worden. Gravierende Mängel, die auch hier einen Neubau erforderlich gemacht hätten, haben die Experten des Landesbetriebs seinerzeit nicht gefunden. „Die jetzt notwendige Teilsanierung konnten wir nicht erahnen“, betont Gombert.

Weitgehend abgeschlossen ist bereits der Kanalbau im Bereich der Brückenstraße, die nun so schnell wie möglich wieder hergestellt wird. Im März wird es dann noch einmal zu Verkehrsbehinderungen und Sperrungen kommen, wenn der Bereich zwischen Arnoldsweilerstraße und Schoellerstraßenbrücke neu gestaltet wird.

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