Düren: „Stop Folter“: Ausstellung im Dürener Rathaus

Düren: „Stop Folter“: Ausstellung im Dürener Rathaus

Das Wort „Folter“ fällt nicht selten in Zusammenhang mit dem Wort „Mittelalter“. Die Ausstellung „Stop Folter“, initiiert von Amnesty International und dem Förderverein für Menschenrechte Düren, die im Dürener Rathaus-Foyer eröffnet wurde, zeigt, dass das Wort „Folter“ genauso mit der Gegenwart gepaart werden muss.

Beim Eröffnungstag der Ausstellung in Düren handelte es sich gleichzeitig um den Internationalen Tag der Menschenrechte, gefeiert zur Erinnerung an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 in San Franzisco.

Tatsache sei, erklärte Günter Nooke, dass mehr als 30 Jahre nach der UNO-Resolution zur Ächtung der Folter weltweit in 141 Ländern weiter gefoltert werde. Sogar in 79 von 155 Staaten, die bisher die Ächtungsresolution ratifiziert haben, würden Menschen grausam gequält. Günter Nooke ist Afrikabeauftragter von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und seit Anfang 1990 unermüdlich für die Menschenrechte weltweit unterwegs.

Nooke machte in seiner Rede weiter darauf aufmerksam, dass es in Deutschland zwar grundsätzlich keine Folter mehr gebe, aber: „Menschen kommen zu uns, die ein anderes Menschenbild haben als wir.“ In rund 40 Prozent der afrikanischen Länder sei der Frontalangriff auf die Würde eines jeden Menschen nicht geregelt.

Carmen Heller-Macherey, die stellvertretende Dürener Bürgermeisterin, blickte nach China. Mit der chinesischen Millionenstadt Jinhua verbindet Düren eine Städtepartnerschaft. Heller-Macherey: „Druckt man sich aus dem Internet die häufigsten chinesischen Foltermethoden aus, dann sind das acht Seiten.“

Die Ausstellung „Stop Folter“ wird bis Donnerstag, 17. Dezember, im Rathaus-Foyer zu sehen sein.

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