Stockheim: Stockheimer IG: Dorfkreuz in rund 500 Arbeitsstunden saniert

Stockheim: Stockheimer IG: Dorfkreuz in rund 500 Arbeitsstunden saniert

Mit Bäumen kennt man sich in Stockheim aus. Der „Decke Boom“, die „Tausendjährige Marieneiche“ an der alten Panzerstraße, ist das Wahrzeichen des Ortes. Ein anderer Baum hat in den vergangenen Monaten die „Stockheimer Interessengemeinschaft” (STIG) auf den Plan gerufen.

An der Ecke Kreuzauer Straße/Auf der Heide hatten die Wurzeln einer in die Jahre gekommenen Linde das vermutlich aus dem 18. Jahrhundert stammende Wegekreuz derart in Schieflage gebracht, dass es umzustürzen drohte. Das hatten Messungen über 18 Monate ergeben. Und weil die Gemeinde Kreuzau finanziell passen musste, sprang die STIG bei der Sanierung ein.

Rund 500 Arbeitsstunden hat eine bis zu 20 Vereinsmitglieder große Gruppe unter Federführung des STIG-Fahrradteams in den vergangenen Monaten in die Neugestaltung des Platzes rund um das denkmalgeschützte Kreuz investiert, abgestimmt mit der Denkmalbehörde. Mithilfe von Spenden und mit Eigenmitteln konnte nicht nur die Linde entfernt, sondern auch der Vorplatz neu gepflastert und mit einer Hecke umrandet werden. Auch das Fundament des Kreuzes wurde erneuert.

Die Rettung des denkmalgeschützten Dorfkreuzes war nach der Gestaltung des Kreisverkehrs am Feuerschutztechnischen Zentrum mit einem Kostenaufwand von 11.000 Euro das bisher größte Projekt der STIG. Aber es ist beiweitem nicht die einzige Aktivität des vor viereinhalb Jahren gegründeten und mittlerweile 225 Mitglieder starken Vereins im Ort.

„Von Stockheimern für Stockheim“ lautet der Leitgedanke der STIG, die sich als Partner der etablierten Vereine sieht, auf ehrenamtliches Engagement baut und Angebote für alle Altersklassen im Ort anbietet, teilweise generationenübergreifend, erklärt der zweite Vorsitzende Friedhelm Schnitzler. Die STIG organisiert Ausflugsfahrten, Kulturprogramme und Veranstaltungen speziell für Kinder, arbeitet die Geschichte des Ortes auf mit dem Ziel, einen Heimatkalender und Themenbroschüren zu erstellen, führt Dorfkonferenzen durch und das jährliche Lichterfest am ersten Adventswochenende rund um und in der Alten Kirche.

Die STIG beteiligt sich an der Dorfkirmes und den Karnevalsveranstaltungen. Und sie bietet monatlich ein Erzählcafé im Pfarrheim als Mehrgenerationenprojekt an, in dem zum Beispiel Heimatlieder gesungen werden oder aber an historische Ereignisse erinnert wird, beim nächsten Treffen am 17. November an den Angriff auf Düren.

Ganz wichtig ist der STIG die Verschönerung des Ortsbildes, betont Schnitzler und verweist auf die regelmäßig stattfindenden Aktionstage. Die Pflege von Wegen, Beeten und Grünanlagen beschränkt sich aber nicht nur auf die beiden Termine im Frühjahr und Herbst. „Dazu kommen mehrere Mini-Aktionstage“, erklärt der zweite Vorsitzende. Im Mittelpunkt steht dabei die Andreas-straße, die sich mitten durch den Ort zieht. Aber auch andere Wege werden von den ehrenamtlichen Helfern instand gehalten, am Wald oder am Kindergarten zum Beispiel. Die STIG kümmert sich um den Bolzplatz, auf dem sie für neue Tore gesorgt hat, hat Patenschaften für Spielplätze übernommen, am Kindergarten Hundeboxen aufgestellt und dafür gesorgt, dass Beete und Begrüßungsschilder die Dorfeingänge zieren.

„Die Seele des Vereins ist unser Vorsitzender Jürgen Laufenberg“, betont Schnitzler. Nicht nur, dass er vor Jahren die Initiative zur Gründung ergriffen habe, er „kann die Stockheimer auch immer wieder für neue Projekte begeistern und schafft es auch, Spenden einzusammeln“, betont sein „Vize“.

Das sanierte Wegekreuz an der Ecke Kreuzauer Straße/Auf der Heide wird am morgigen Freitag im Rahmen einer kleinen Feierstunde ab 12.30 Uhr vor Ort feierlich eingeweiht.