Lendersdorf: Stiftungsfest mit Pferdegetrappel, Cowbows und Indianern

Lendersdorf: Stiftungsfest mit Pferdegetrappel, Cowbows und Indianern

Zu seinem 46. Stiftungsfest wartete das Jugendblasorchester (JBO) Lendersdorf unter der Leitung von Ralf Neumann mit einem anspruchsvollen Programm auf. Vorsitzende Marion Schüßeler versprach den etwa 400 Besuchern in der Rurtalhalle ein Konzert voller Spannung und Freude.

„Unsere Arbeit, besonders mit den Kindern und Jugendlichen“, sagte die Vorsitzende, „trägt immer mehr Früchte.“

Die Gäste wurden nicht enttäuscht. In der Pause und nach dem Konzert waren nur lobende Kommentare zu hören. Neu bei der Abfolge des Programms war in diesem Jahr, dass die Jugendabteilung die erste Hälfte der Veranstaltung alleine gestaltete.

Der Einstieg gelang mit „Yellow Mountains“, einer lyrischen Komposition von Jacob de Haan. Die Instrumente zeigten ihre volle Kraft. Bei Thiemo Kraas‘ „Cloudius — der Wolkenmann“ ließen die Musiker eindrucksvoll verschiedene Wetterphasen erklingen. Das Rauschen des Windes im Blätterwald, Blitz und Donner schüren die Ängste von Mensch und Tier. Doch auch das Zarte, nahezu Unhörbare, kam in einfühlsamen Soli zum Ausdruck.

„Mission Impossible“ von Lalo Schifrin, in der Bearbeitung von Michael Sweeney, die „Eiskönigin“, berühmt durch den entsprechenden Film von Walt Disney, und „Happy“ von Pharell Williams ließen keinen Zweifel an dem Können der jungen Musiker aufkommen.

Gemeinsam mit den „Oldie-Musikern“ beendete der Nachwuchs mit dem technisch aufwendigen „Oregon“ von Jacob de Haan die erste Konzerthälfte. Über 60 Musiker auf der Bühne entwickelten in den Köpfen der Gäste traumhafte Szenen aus dem Wilden Westen Amerikas. Pferdegetrappel, Cowboys und Indianer lieferten sich mit einer alten Dampflokomotive ein spannendes Rennen.

Die Erwachsenen hatten nach der Pause kein leichtes Spiel, wurden ihre Beiträge doch mit der guten Leistung des Nachwuchses verglichen. „March Celebration“ von Philip Sparke, ein Ausflug mit „Highlights“ zu Giuseppe Verdis „La Traviata“, arrangiert von Will van der Beek, „The Magnificent Seven“ von Elmer Bernstein, „Swing When You‘re Winning“ und „James Lasts Golden Hits“ waren Garanten für den Erfolg.

Solo für Klarinette

Ganz besonders in der Erinnerung der Hörer wird das Solo für Klarinette aus dem „Concerto for Clarinet“ bleiben. Hervorragende Solistin war Julia Rode. Das Finale, wuchtig und beeindruckend, wurde wiederum von beiden Orchestern gemeinsam gestaltet. Ein Höhepunkt des Abends war zudem das Danke an langjährige Mitglieder. Ria Gierok ist seit nunmehr 40 Jahren im JBO. Je 20 Jahre sind Uschi Bank, Anja Finke, Julia Rode und Rebecca Schüßeler dabei.

Kai Dresia und Elke Peterhoff blicken auf eine 15-jährige Zugehörigkeit zum Orchester zurück.