Düren: Stefan Schröder ist neuer Anästhesie-Chefarzt in Düren

Düren: Stefan Schröder ist neuer Anästhesie-Chefarzt in Düren

Da musste Geschäftsführer Uwe Stelling mit dem Leitungsteam des Krankenhauses Düren an der Roonstraße und den Mitgliedern des Aufsichtsrates ein schönes Stück Arbeit bewältigen: 15 Kandidaten für den Posten des neuen Chefarztes der Anästhesie hatten, berichtete die stellvertretende Aufsichtsvorsitzende Eva Hellwig am Freitag, „relevante Bewerbungen” eingereicht.

Fünf Spezialisten hatten es in die Endrunde geschafft. Es waren nicht nur Deutsche dabei. „Sogar Bewerber aus Halifax in Kanada und Uppsala in Schweden haben sich für die Anästhesie-Stelle gemeldet”, erinnerte sich Uwe Stelling.

Und während Aufsichtsrätin Hellwig über die „vielen Topleute” unter den Anwärtern jubelte, freute sich Kollegin Liesel Koschorreck vor allem über eines, wenn sie dem schlussendlich erfolgreichen Privatdozenten Dr. Stefan Schröder (45) zuhört: „Er sagt schon Wir, wenn er vom Krankenhaus Düren spricht.

”Fünf Wochen erst ist Schröder, der seine Zelte - vorerst als Mieter - derzeit in Untermaubach-Bilstein aufgeschlagen hat, im Lande. Aber das „hoch motivierte und engagierte Team”, das an der Roonstraße an den Narkosegeräten, in der Intensivstation und auf dem Gebiet der Rettungsmedizin arbeitet: Das hat der zuvor am Westküstenklinikum in Heide, nordwestlich von Hamburg, tätige Facharzt, der in Düren seinen Vorgänger Dr. Ady Rosenberg abgelöst hat, bereits jetzt schätzen gelernt.

Fremd ist das Rheinland dem gebürtigen Hamburger Schröder übrigens nicht: Von 1996 bis 2004 hat er am Bonner Uniklinikum gearbeitet, wo er 2002 die akademische Lehrbefähigung (Habilitation) erworben hat, in Godesberg gewohnt und mit seinen Kindern (heute fünf, sieben und zehn Jahre alt) den Karneval lieben gelernt.

„Intensivmedizin kann zum Fluch werden”

Wichtig ist Schröder bei allem Frohsinn die ernste Seite seines Tuns, bei dem er - nicht nur, aber auch - Menschen an der Grenze zwischen Leben und Tod begleitet. „Die Arbeit am Patientenbett bedeutet mir viel”, versicherte der in Lübeck aufgewachsene Mediziner und betonte zugleich, wie sehr ihm der Kontakt mit den Angehörigen am Herzen liegt.

Aber der Facharzt und Chef von derzeit rund 30 Mitarbeitern weiß auch, wo für ihn und seine Kollegen die Grenzen liegen: „Intensivmedizin kann dann zum Fluch werden, wenn Anstrengungen übertrieben werden.”