Statistik: Geburten-Zahl im Kreis Düren wächst weiter

Zahlen steigen : Es kommen wieder mehr Kinder im Kreis Düren zur Welt

Die Kommunen im Kreis Düren wollen wachsen. Das bringt Steuereinnahmen – direkt über die Steuern und indirekt über die Gewerbesteuern der Unternehmen, in denen die Menschen die Dinge kaufen, die sie täglich brauchen und deren Dienstleistungen sie nutzen.

Mit Neubaugebieten, der Schaffung von Arbeitsplätzen und familienfreundlichen Angeboten wie der kostenlosen Kita versuchen die Kommunen mit der Kreisverwaltung, Menschen aus der Umgebung für sich zu gewinnen.

Auch Neugeborene bedeuten Zuwachs, und die Geburtenzahlen im Kreis Düren weisen im vergangenen Jahrzehnt eine positive Tendenz auf. Es kommen wieder mehr Kinder zur Welt, auch wenn kein einheitlicher und stetiger Trend zu erkennen ist. Aber seit den 70er Jahren sterben in Deutschland mehr Menschen, als geboren werden. Damit die Kommunen wachsen – zumindest aber nicht kleiner werden – verbinden sich im Idealfall also zwei Faktoren: Familien ziehen zu und vergrößern sich dann. Dafür gilt es, politisch die geeigneten Rahmenbedingungen zu schaffen.

Mehr als 900 Dürener Babys

Außer in der Stadt Düren sind in den Kommunen nur die Zahlen seit 2009 verfügbar. Deutlich wird, dass in vielen Kommunen zwischen 2016 und 2018 ein Geburtenhoch liegt.

Die Stadt Düren verzeichnet 960 Babys im Jahr 2000, 2004 gab es mit nur 675 Neugeborenen einen Tiefpunkt. Doch schon im Jahr darauf verzeichnete die Statistik wieder 888 Geburten. 2009 gab es einen weiteren Tiefpunkt (734), von 2013 bis 2017 ist ein deutlicher Anstieg der Geburten von Dürener Kindern zu erkennen. 2017 wurden erstmals seit dem Jahr 2000 wieder mehr als 900 Dürener geboren. Der Trend ist im vergangenen Jahr aber wieder abgeflacht und die Zahl der Neugeborenen von 970 in 2017 auf 909 in 2018 gesunken.

Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich in Nörvenich: Im Jahr 2009 kamen hier nur 72 Kinder zur Welt, 2016 lag die Zahl bei 106, im vergangenen dann wieder bei 99.

In Kreuzau wurden 2016 182 Neugeborene verzeichnet, die geringste Zahl an Neubürgern war dort 2012 festzustellen (91). 2018 waren es 154, 2017 141. Nideggen (89), Vettweiß (98), Merzenich (97) und Heimbach (32) konnten sich im vergangenen Jahr über besonders viele Neubürger freuen. Hürtgenwald (86) und Inden (82) zählten 2017 die höchste Zahl an Neugeborenen, das waren in Inden fast doppelt so viele wie 2012 (44).

Auch anhand der Zahlen der Dürener Krankenhäuser zeigt sich, dass wieder mehr Kinder zur Welt kommen als vor neun Jahren: Einen besonders stabilen Aufwärtstrend zeigt seit vier Jahren das Marienhospital (2018 gab es 1612 Geburten, 2009 1193), das wegen seiner Kinderklinik von vielen Eltern ausgewählt wird und wo auch viele Mütter aus dem Rhein-Erft-Kreis entbinden. Die Zahlen des Krankenhauses Düren (2009: 582 Neugeborene; 2016: 784; 2017: 744; 2018: 739) spiegeln die Entwicklung in den Kommunen wider, wo eben zwischen 2016 und 2018 ein Hoch liegt.

Die Zahl der Hausgeburten ist sehr gering. In der Gemeinde Langerwehe beispielsweise waren das in den vergangenen zehn Jahren zwischen null und vier, in den zurückliegenden fünf Jahren wurde nur eine Geburt dem Standesamt gemeldet.

Dass auch im Kreis Düren die Todesfälle die Zahl der Geburten in der Regel übersteigt, zeigt der beispielhafte Blick auf zwei Kommunen: In Merzenich zeigt die Statistik für 2017 65 Neugeborene an, im selben Jahr gab es 133 Todesfälle, in Niederzier stehen 128 Neugeborenen 2017 163 Todesfälle gegenüber. Diese Gegenüberstellung verdeutlicht, dass Wachstum Zuzug braucht.

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