Startschuss für die Ortsumgehung Soller

Erster Abschnitt freigegeben : Startschuss für die Ortsumgehung Soller

Die ersten Überlegungen, den Verkehr an Soller und Frangenheim vorbeizuführen, gehen laut Dr. Stefan Krause vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) auf den Beginn der 90er Jahre zurück. Knapp 30 Jahre später wurde am Freitag der erste Abschnitt der Ortsumgehung im Zuge der B56n freigegeben.

2,7 Kilometer sind bereits fertig, die komplette Neubaustrecke wird 3,8 Kilometer lang sein. Die Gesamtfreigabe ist für Mitte des kommenden Jahres vorgesehen.

Seit den 90er Jahren sei zwar eine lange Zeit vergangen, gestand Krause ein, die konkrete Planungsphase habe aber nur von 2003 bis 2010 gedauert, „das ist schon recht schnell“, sagte er. Dass es danach noch fünf Jahre bis zum Bau gedauert hat, habe an den unterschiedlichen Investitionslinien der Bundesregierungen gelegen.

An diese Phase erinnert sich auch Bürgermeister Joachim Kunth (CDU) noch lebhaft: „Wegen der fünf Jahre Stillstand hat schon keiner mehr dran geglaubt, dass das was wird.“ Umso glücklicher war er, den ersten Teil der Ortsumgehung am Freitag freigeben zu können. Kunth nutzte die Gelegenheit aber auch, um die Dringlichkeit einer Ortsumgehung für Kelz zu betonen.

Zumindest den Einwohnern von Soller und Frangenheim bleibt nun der Durchgangsverkehr erspart. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst sprach von 70 bis 75 Prozent weniger Autos in den Orten. Auch die Anwohner der Nebenstrecken, über die zuletzt der Schwerlastverkehr umgeleitet wurde, werden sich über die Entlastung dank der neuen Straße freuen.

Wenn im kommenden Sommer die gesamte Ortsumgebung freigegeben wird, entfällt die bisher per Ampel geregelte Kreuzung der B56 (alt) mit der K28 am nördlichen Ortseingang von Soller. Den neuen östlichen Knotenpunkt der K28 mit der B56n baut Straßen.NRW als Kreisverkehr. Insgesamt werden elf Millionen Euro in die Baumaßnahme investiert.

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