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Gasfackel bei Shell: Starker Feuerschein lässt Notruftelefon im Kreis Düren glühen

Gasfackel bei Shell : Starker Feuerschein lässt Notruftelefon im Kreis Düren glühen

Ein Stromausfall in Köln hat für zahlreiche Anrufe in der Leitstelle des Kreises Düren gesorgt. In der Ferne war ein enormer Feuerschein zu sehen.

Ein Stromausfall in Köln hat in der Nacht auf Mittwoch etliche Anrufe in der Leitstelle des Kreises Düren zur Folge gehabt. Denn der Stromausfall legte nicht nur Teile des Kölner Südens lahm sondern betraf auch den Raffinerie-Betreiber Shell an seinen Anlagen im Kölner Stadtteil Godorf. Laut Raffinerie-Betreiber war es in Folge des Stromausfalls zu der weithin sichtbaren „Fackeltätigkeit mit Rauchentwicklung und Lärmemissionen“ gekommen. Mit den Fackeln wird überschüssiges Gas verbrannt.

Dieser imposante Feuerschein war über das flache Land bis in die Gemeinde Vettweiß hinaus gut zu sehen, die Anwohner entsprechend besorgt. Eine Erkundungsfahrt der Vettweißer Wehr brachte schnell Klarheit, dass kein Feuer ausgebrannt war. Der Einsatz konnte abgebrochen werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Fackeltätigkeit in Köln für Anrufe in der Leitstelle des Kreises Düren sorgt. Nach Informationen der Leitstelle komme das immer wieder vor, wenn es größere Gas-Verbrennungen in der Raffinerie gebe. Über das flache Land ist der Feuerschein dann weithin sichtbar.

Die Flamme wird sicher noch eine Weile brennen, das ist Teil des Sicherheitskonzeptes“, sagte ein Feuerwehrsprecher am Mittwochmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Alle Messungen hinsichtlich möglicher Schadstoffe oder Rußpartikel in der Luft seien negativ gewesen. Um 9.34 Uhr am Mittwoch wurde die Warnung der Bevölkerung durch die Kölner Feuerwehr wieder aufgehoben. Wie der Shell-Konzern erklärt, könnte es auch weiterhin zu Fackeltätigkeiten kommen, wenn die Anlage in den kommenden Tagen den Betrieb wieder aufnimmt.

(smb/dpa)