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Düren: Starke Querverbindungen gegen Rechts bestehen

Düren : Starke Querverbindungen gegen Rechts bestehen

Das Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt hatte zu einem Vortrag inklusive Workshop und Diskussion in die Kulturfabrik Düren (Becker & Funck) eingeladen. Die Moderation hatte die Prozessbegleiterin Elena Lazaridou übernommen.

Organisiert wurde die Veranstaltung von Peter Kirschbaum, der mit dem befristeten Projekt „NRWeltoffen Kreis Düren“ in zwei Jahren viel bewegen will, „und auch schon geschafft hat“, wie Ulli Lennartz, Geschäftsführer des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF), bei dem das Projekt angedockt ist, gerne betont: „Eine Person, die in zwei Jahren ein Handlungskonzept erstellen und erproben will. Das ist nur mit viel Leidenschaft für das Thema und dem Wunsch, etwas zu bewegen, möglich.“

Zur konkreten Situation in Düren wird bekanntgegeben, dass zwar in Düren selbst keine rechtsextreme Gruppierung ihren Mittelpunkt hat, „aber sehr starke Querverbindungen nach Aachen und Heinsberg bestehen“, informierte Kirschbaum.

Nachdem die Kameradschaft Aachener Land (KAL) vor einigen Jahren verboten worden war, habe sich die Partei „Die Rechte“ in Heinsberg als Auffangbecken gegründet. Dabei seien bekannte ehemalige KAL-Mitglieder. „Das hat für die den Vorteil, dass Parteien nicht so einfach zu verbieten sind.“ In dieser Partei wiederum gäbe es eine Untergruppe, die sich „Syndikat 52“ nennt. Dabei stehe die Zahl für die Postleitzahl von Aachen, Düren und Heinsberg. „Die Gruppe macht ähnliche Angebote wie früher die KAL“, hat Kirschbaum recherchiert. Was den Rassismus beträfe, könne man zu Düren nicht viel sagen. Aber in der Rurstadt sei das nicht anders als deutschlandweit und somit ein Thema. Auch deshalb müsse ein Handlungskonzept her.

Und für eben dieses Handlungskonzept wurden Anregungen und Diskussionspunkte gesammelt. Zu den Teilnehmern zählten Vertreter entsprechender Institutionen, engagierte Ehrenamtler und ein paar Schüler. „Leider zu wenig junge Leute“, bedauerte eine Teilnehmerin. Eine andere war beeindruckt, „was es schon alles in Düren gibt“. Andere freuten sich, „dass jetzt auch die Integrationsagentur der Caritas Düren/Jülich mit im Boot ist“.

Die Entwicklung

Die weitere Entwicklung des Handlungskonzeptes ist ein Prozess, der auch ständig in der Praxis überprüft wird. So gibt es Workshops mit Argumentations- und Handlungstraining für Kita-Mitarbeiterinnen und Lehrer. Angebote können über kirschbaum@duerener-buendnis.de erfragt werden.

(wey)