Düren: Stadtwerke Düren wollen 350.000 Tonnen CO2 einsparen

Düren: Stadtwerke Düren wollen 350.000 Tonnen CO2 einsparen

Die Dürener Stadtwerke streben an, in den kommenden fünf Jahren 350.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) einzusparen. Die CO2-Neutralität wollen sie über den Erwerb von geprüften Zertifikaten ermöglichen. Und diese Investition in den Klimaschutz soll für die Gaskunden der Stadtwerke keine Mehrkosten bedeuten.

Mit diesen Aussagen traten Heinrich Klocke, der Geschäftsführer der Stadtwerke, und Vertriebsleiter Ingo Vosen jetzt an die Öffentlichkeit.

Seit dem vergangenen Wochenende gelten die CO2-neutralen Erdgas- und Wärmetarife des Energieversorgers, wie Ingo Vosen ausführte. Obwohl Erdgas der sauberste fossile Brennstoff sei, wird, wie Vosen weiter erklärte, bei Förderung, beim Transport und bei der Verbrennung Kohlenstoffdioxid freigesetzt. „Außerdem entstehen in jedem Haushalt beim Heizen, aber auch beim Kochen und Duschen CO2-Emissionen: Ein Dreifamilienhaushalt kommt so auf rund fünf Tonnen pro Jahr. Und genau diese Emissionen gleichen wir bei den Stadtwerken für alle Privat- und Geschäftskunden ab sofort aus“, sagte Vosen.

Und das geht so: Die Dürener Stadtwerke haben mit Unterstützung des Klimaspezialisten First Climate aus der Schweiz sogenannte CO2-Zertifikate erworben. Damit unterstützen sie vier internationale und ein lokales Klimaschutzprojekt.

Zum einen in Brasilien. Dort werden nach Auskunft von Heinrich Klocke und Ingo Vosen 71\.000 Hektar Wald nach den strengen Anforderungen des international anerkannten Forest Stewardship Council nachhaltig bewirtschaften. So wird die Abholzung vermindert. CO2 wird eingespart.

Der Aufwand wäre ohne den Verkauf von Klimaschutzzertifikaten nicht möglich, sagen die Stadtwerkevertreter. Das nächste internationale Projekt ist die Förderung energieeffizienter Kochöfen rund um Kampala, die Hauptstadt Ugandas. Die neuen Metallkochöfen brauchen bis zu 50 Prozent weniger Brennstoffe wie Holz.

In ländlichen Gebieten Kenias werden eine Million Wasserfilter an Familien verteilt. So kann die Trinkwasseraufbereitung über mechanische Filter statt über ineffiziente offene Feuerstellen erfolgen. Das letzte Beispiel: Im indischen Uttarakhand erzeugt ein Kraftwerk jährlich 1,8 Terawattstunden Energie aus Wasser.

Lokal geht es um ein Bergwaldprojekt im Nationalpark Eifel. In ihm helfen Freiwillige, Gebiete des Parks in ihren ursprünglichen Zustand zurückzuversetzen.

(sis)
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