Düren: Stadthalle: „Rote Ampel“ verzichtet offenbar auf eigene Einladung

Düren : Stadthalle: „Rote Ampel“ verzichtet offenbar auf eigene Einladung

Im eskalierten Streit um die Einberufung eines „Runden Tisches“ zur Zukunft der Stadthallen-Ruine ist die „Rote Ampel“ im Dürener Stadtrat zurückgerudert.

Die von der „Ampel“ angekündigte Einladung ist offenbar vom Tisch, nachdem die CDU, aber auch Bürgermeister Paul Larue und Baudezernent Paul Zündorf in der Konferenz der Fraktionsvorsitzenden am Dienstagvormittag noch einmal unmissverständlich deutlich gemacht hatten, dass sie an einem parteipolitisch motivierten Gremium nicht teilnehmen würden.

„Wir haben einen Punkt der Eskalation erreicht, an dem wir nicht noch mehr Porzellan zerschlagen wollen“, erklärte SPD-Fraktionschef Henner Schmidt auf DZ-Anfrage. Um die Lösung der so wichtigen Stadthallen-Frage, aber auch den gesamten Masterplan-Prozess nicht zu gefährden, will die „Rote Ampel“ nun bis Donnerstag einen Kompromissvorschlag vorlegen, kündigte Schmidt an.

Wie der aussehen könnte, steht für die CDU längst fest. „Wenn überhaupt ein ‚Runder Tisch‘ einberufen werden muss, dann nur von einer neutralen Person“, erklärte CDU-Fraktionschef Stefan Weschke, der das Einlenken der Koalition ausdrücklich begrüßt. Für die CDU wäre Baudezernent Paul Zündorf der einzige, der einem solchen Gremium vorstehen könnte. Er kenne das Thema, habe den notwendigen Sachverstand, könne moderieren und ausgleichend zwischen den einzelnen Positionen vermitteln. „Ich sehe keine Alternative zu Paul Zündorf“, betonte Weschke.

Der Baudezernent, im Übrigen SPD-Parteimitglied, wollte nach DZ-Informationen das Heft des Handelns schon am Dienstag in die Hand nehmen. Ein so weit gehendes Zugeständnis aber wollten die Koalitionäre dann doch (noch) nicht machen und zogen sich erst einmal zu weiteren Beratungen zurück. Ergebnis offen.

CDU und Bürgermeister Paul Larue hatten schon am vergangenen Freitag verdeutlicht, dass aus ihrer Sicht eigentlich überhaupt kein zusätzlicher Arbeitskreis erforderlich sei. Mit dem Stadtentwicklungsausschuss, der Lenkungsgruppe Masterplan und der Fraktionsvorsitzendenkonferenz gebe es schließlich bereits genügend Gremien, in denen das Thema Stadthalle ausgiebig diskutiert werden könne. Vor allem wollten sich weder die CDU noch die Verwaltung vor den parteipolitischen Karren der „Ampel“ spannen lassen. Fortsetzung folgt.