Düren: Stadthalle: Rat segnet Verkauf ab

Düren: Stadthalle: Rat segnet Verkauf ab

Das Stadthallen-Grundstück kann an den Kreis Düren und seine Gesellschaft für Infrastrukturvermögen (GIS) verkauft werden. Darauf einigte sich der Stadtrat in einer nicht-öffentlichen Sitzung.

Die GIS bezahlt dem Vernehmen nach rund 2,5 Millionen Euro für das 6200 Quadratmeter große Areal an der Bismarckstraße und wird es ihrerseits zum größten Teil an einen Euskirchener Investor weiterveräußern, der ein Vier-Sterne-Hotel, ein Kongresszentrum und einen Gebäudekomplex mit hochwertigen Wohnungen und Räumen für Dienstleistungsangebote errichten will.

Das Projekt soll am Donnerstagabend in Euskirchen notariell auf den Weg gebracht werden. Verantwortliche Beteiligte zeigten sich im Vorfeld zuversichtlich, dass die Verträge unterzeichnet werden können. Verwirklicht wird das millionenschwere Bauvorhaben indes ohne die Stadthalle, die in den 1950er Jahren errichtet wurde und unter Denkmalschutz steht. Das Gebäude ist nicht viel mehr als eine Ruine.

Die Stadt wird eine Abrissgenehmigung erteilen und somit den Denkmalschutz aufheben. Von den 2,5 Millionen Euro, die die GIS für das Grundstück bezahlt, soll der bisherige Erbbaupachtnehmer rund 1,7 Millionen Euro für geleistete Arbeiten und Aufwendungen erhalten. Mit etwa 350.000 Euro ist der Abriss kalkuliert.

120 Hotelzimmer

Der Stadt Düren blieben aus dem Verkauf für das Areal an der Bismarckstraße etwa 700.000 Euro. Das geplante Hotel, für das als Betreiber immer wieder die Dorint-Gruppe genannt wird, soll 120 Zimmer bieten. Das Konferenzzentrum könnte auch vom Kreis für Seminare oder andere Veranstaltungen genutzt werden. Denkbar sei, dass es im Besitz der GIS bleibt, wie Landrat Wolfgang Spelthahn vor einigen Wochen bei der Vorstellung sagte.

(inla)
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