Düren: Stadthalle: Einigung nicht in Sicht

Düren: Stadthalle: Einigung nicht in Sicht

Die angestrebte gütliche Einigung in Sachen Stadthalle ist auch kurz vor der Sitzung des Stadtrats am Mittwoch noch nicht in Sicht.

Im nicht-öffentlichen Teil will das Kommunalparlament sich am Abend auf eine Strategie festlegen, wie der weitere Verfall der Stadthalle gestoppt und an der Bismarckstraße doch noch ein Hotel gebaut werden kann.

Gegen eine Zahlung von rund 1,5 Millionen Euro sollte sich der Erbbaurechtsnehmer des Grundstücks, die „Real Invest Parkhotel Düren GmbH”, nach Vorstellung der Ratsmehrheit vom Stadthallengelände trennen. Gedacht war daran, dass die Sparkasse das Grundstück übernimmt und weitervermarktet. Zwei Interessenten soll es für das Gelände geben, die es aber beide nur erwerben wollen, wenn die Stadthalle ihren Denkmalschutz verliert und abgerissen werden darf. Offenbar warnen die Rechtsberater der Stadt aber inzwischen vor der gütlichen Einigung, da nicht abzusehen sei, ob zu den 1,5 Millionen Euro noch Forderungen von Dritten gegenüber der Parkhotel-GmbH auf die Stadt zukommen könnten.

Zwei Alternativen stehen im Raum: Die Stadt könnte das Heimfallrecht erklären, was aber mit langwierigen juristischen Auseinandersetzungen und deutlich höheren Kosten verbunden sein könnte. Oder die Stadt macht nichts - in der Hoffnung, dass der finanzielle Druck auf den Erbbaurechtsnehmer bald so groß ist, dass er sich vom Stadthallengelände trennen muss.