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Düren hilft im fernen Südamerika: Stadt übergibt Rettungswagen an eine Baptistengemeinde in Paraguay

Düren hilft im fernen Südamerika : Stadt übergibt Rettungswagen an eine Baptistengemeinde in Paraguay

Gäste vom anderen Ende der Welt konnten Dürens Bürgermeister Paul Larue (CDU) und Patric Ramacher, stellvertretender Leiter des Amtes für Feuerwehr und Rettungsdienst der Stadt Düren, in der Feuerwehr-Hauptwache begrüßen.

Eine Abordnung der Kolonie Bergthal in Paraguay besuchte die evangelische Baptistenbrüdergemeinde in Düren, von der die Kolonie seit Jahren unterstützt wird. Bei der Gelegenheit wurden ihren Vertretern die Schlüssel für den Rettungswagen überreicht, den die Stadt Düren aufgrund eines einstimmigen Ratsbeschlusses dieser Siedlung in Lateinamerika zur Verfügung stellt.

6900 Einwohner

Bergthal hat rund 6900 Einwohner. Das dortige Missionskrankenhaus versorgt die Region in weitem Umkreis medizinisch. Edward Schulz von der Dürener Baptistengemeinde, der auch sachkundiger Bürger im Kulturausschuss ist, hatte sich sehr dafür eingesetzt, dass der von der Dürener Feuerwehr ausgemusterte, aber völlig funktionstüchtige Rettungswagen nach Paraguay geht, wo derzeit nur ein veraltetes Fahrzeug ohne Ausstattung im Einsatz ist.

„Es ist eine neue Situation, dass das Fahrzeug diesmal nicht an eine Partnerstadt geht“, erläuterte die zuständige Dezernentin Christine Käuffer bei der Übergabe in der Hauptwache „Wir wollen aber auch zukünftig solche Wege einschlagen, um zu helfen.“

In der Kolonie in Paraguay muss derzeit ein einziges Fahrzeug große Strecken zurücklegen. Ist eine Facharztbehandlung nötig, muss das Krankenhaus in der Hauptstadt angefahren werden. Deshalb herrscht in der Siedlung große Freude über das Dürener Fahrzeug, das zusammen mit medizintechnischer Ausrüstung die mehrwöchige Reise übers Meer nach Paraguay angetreten hat. Die Transportkosten übernimmt die Evangelische Baptistengemeinde in Düren.