Birkesdorf: Stadt findet Übergangspächter für die Festhalle Birkesdorf

Birkesdorf: Stadt findet Übergangspächter für die Festhalle Birkesdorf

Der für Ende April angekündigte Besitzerwechsel in der Festhalle Birkesdorf verzögert sich. Wie die Stadt am Freitag bestätigte, werde zwar weiter über einen Verkauf verhandelt, weil sich die Gespräche aber hinziehen, wurde als Übergangslösung zum 1. Mai ein neuer Pachtvertrag geschlossen.

Neuer Mieter ist nach Auskunft des stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden Thomas Floßdorf Ali Akbas, der auch bereits Pächter der Stadthalle in Stolberg ist. Der Übergangspachtvertrag gelte drei Monate, erklärte Floßdorf auf DZ-Nachfrage.

Der türkische Geschäftsmann habe aber auch Interesse, die seit Oktober zum Verkauf stehende Festhalle von der Stadt zu übernehmen. In diesem Zusammenhang unterstrich Bürgermeister Paul Larue noch einmal, dass es erklärtes Ziel der Stadt bei den Verkaufsverhandlungen sei, die Festhalle als Veranstaltungsort für die Vereine des Stadtteils dauerhaft zu erhalten.

Linken-Sprecher Niko Theodoridis befürchtet jedoch, dass ein privater Käufer nach eigenem Ermessen die Mietpreise gestalten wird, Vereinen unbegründet zu- oder absagt oder gar bauliche Veränderungen nach seinem Willen vollzieht. Vor einer endgültigen Entscheidung über den Verkauf fordern die Linken daher eine Diskussionsrunde mit allen Vereinen und den Mitgliedern des Bezirksausschusses Birkesdorf, damit die Standpunkte und Positionen der Vereine in die politische Debatte einfließen können.

Mit Blick auf das Desaster rund um die Stadthallen-Privatisierung spricht die Linke von einem Ausverkauf der Bürgerhallen, die ein konstruktives Vereinsarbeiten und Vereinsleben problematischer mache. Für Vereine werde es immer schwerer, adäquate und vor allem bezahlbare Veranstaltungsstätten zu finden.

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