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Missbrauchsskandal: St. Lukas zeigt sich erschüttert und wütend

Missbrauchsskandal : St. Lukas zeigt sich erschüttert und wütend

Das Team der Dürener Pfarre St. Lukas bezieht Stellung zu den Ereignissen in München – und zeigt dabei klare Kante.

Der Kirchenvorstand, der GdG-Rat und das Pastoralteam St. Lukas beziehen Position zu neuesten Missbrauchsvorwürfen in der katholischen Kirche und zeigen sich erschüttert und wütend: „Es war zu erwarten und doch ist das Ausmaß von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen auch im Erzbistum München-Freising erschreckend“, heißt es in einer Stellungnahme.

„Uns erschüttert die hohe Zahl der Opfer sexualisierter Gewalt durch Priester und Personen in anderen kirchlichen Diensten.“ Und: „Die Opfer leiden bis heute und leiden heute erneut durch die verheerende, systematische Vertuschung der Straftaten, das Nicht-Eingestehen von Schuld und den Schutz der Täter durch hochrangige Kirchenverantwortliche bis hin zum emeritierten Papst.“

In den Augen des Teams von St. Lukas ist das großes Unrecht „und es macht uns wütend angesichts des Engagements so vieler Menschen, die sich haupt- oder ehrenamtlich darum mühen, die frohe Botschaft Jesu Christi glaubwürdig zu bezeugen.“

Gleichwohl zeigt sich das Team überzeugt davon, „dass Glaube und Kirche ein Schatz sind, der dem Leben in den vielfältigen Situationen eine wirkliche Hilfe sein kann.“ Es brauche eine Kirche, die Machtmissbrauch auch strukturell verhindert, zum Beispiel durch die Weiterentwicklung der begonnenen Präventionsmaßnahmen, durch mehr Beteiligung von Frauen und Männern und durch den offenen Umgang mit Fragen von Partnerschaft und Sexualität. „Wir halten weiterhin fest an unserer Vision einer Kirche, die den Menschen dient, die ihre Strukturen verändert sowie ethische und moralische Fragen neu bewertet“, betonten die Unterzeichner abschließend.

(red)