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Langerwehe: Spielerisch in die Medienwelt eintauchen

Langerwehe : Spielerisch in die Medienwelt eintauchen

Eine engere „Ehe” gehen in diesen Tagen die Gemeindebücherei und die Gesamtschule ein.

Grund: Die Schüler sollen die Bibliothek besser kennen und für den Unterricht (und damit ihr Leben) nutzen lernen.

So sieht es jedenfalls der Lehrplan vor. Bücherei und Gesamtschule arbeiten schon seit geraumer Zeit zusammen. „Gut, aber bislang eher locker”, meint Andrea Kick. Die Leiterin der Bibliothek hatte die Idee, das Miteinander zu verstärken.

Und Heinz Moll ist glücklich: „Unser Ziel ist es, dass die Schüler durch regelmäßige Kontakte mehr Informations- und Medienkompetenz erwerben. Sie sollen lernen, sich aus verschiedenen Medien die nötigen Infos zu besorgen und das raus zu filtern, was sie brauchen.”

Voraussetzung hierfür: Lesekompetenz. Und da hapert es bekanntlich bei so manchem Jugendlichen.

Als ersten Kontakt bietet Andrea Kick für die Fünftklässler ein- bis zweistündige Büchereiführungen an: Spielerisch und mit Suchaufgaben sollen die Schüler lernen, was es hier an Medien gibt und wie sie geordnet sind.

Nächster Schritt ist der Erwerb des Bibliotheks-Führerscheins: Die Lehrer sollen Arbeitsblätter entwickeln, mit deren Hilfe die Schüler selbstständig die Medien in der Bücherei suchen und nutzen. Drittes Standbein werden Lesungen sein.

Ist die Schwellenangst einmal überwunden, der Kontakt hergestellt, dann ist für die folgenden Jahrgangsstufen bis zur 10 regelmäßige Unterrichts-Visite in der Bibliothek angesagt - mindestens einmal im Schuljahr. Hierzu sollen die Klassen in Absprache mit den Pädagogen aus ihrem Lehrstoff pro Jahrgang zwei Themen aussuchen.

Speziell zu diesen Themen will Andrea Kick so genannte Medienpakete zusammenstellen. Eines davon haben die Langerweher Grünen mit einer Spende über 700 Euro bereits zur Verfügung gestellt - am liebsten natürlich zu einem ökologischen Thema...

Weitere Bücherkisten will Andrea Kick kaufen. Einmalig hat ihr die Gemeinde hierfür 7000 Euro aus der Schulpauschale zur Verfügung gestellt. „Diese Kisten sind aber nur für die Schüler und den Unterricht, nicht zum Ausleihen!”

Wollen Klassen ihren Unterricht in die Gemeindebücherei verlegen, wo auch das Internet genutzt werden kann, müssen sie sich vorher anmelden. Die Lehrer sollen den Besuch vorbereiten, die Schüler dann selbst in Nachschlagewerken recherchieren.

Andrea Kick abschließend: „Wir hoffen, dass die Schüler mit diesem Konzept mehr Informations- und Medienkompetenz bekommen.”