Düren: Spieler gehen: Keine Ruhe bei den Sportfreunden

Düren : Spieler gehen: Keine Ruhe bei den Sportfreunden

Ruhe ist bei den Dürener Sportfreunden aktuell ein Fremdwort. Beim Fußball-Landesligisten schlagen die Wellen nach der Freistellung von Trainer Dirk Krischer weiterhin hoch.

13 Jahre trug Krischer die sportliche Verantwortung: „Es war eine sehr erfolgreiche Zeit, in der wir von der Kreisliga B in die Landesliga aufgestiegen sind“, sagt der Ex-Trainer.

Sein Nachfolger Maik Weingorz, dem der Vorstand der Ostdürener zumindest bis zur Winterpause das Vertrauen schenkt, muss mit den Nachwehen zurechtkommen: „Mir sind noch 13 Spieler des Landesliga-Kaders geblieben, zwei von ihnen sind verletzt. Ich hoffe, dass sie in zwei Wochen wieder in das Training einsteigen können und mir dann spätestens Ende November wieder zur Verfügung stehen.“

Teils langjährige Kicker haben dem Team aus dem Grüngürtel den Rücken gekehrt: Denis Düren, Hermann Altergott, Florian Woyde, Andreas Kronberg, Christian Böhme, Ingo Heidbüchel und Jens Joeken meldeten sich ab. Aufgefüllt wird der Landesliga-Kader mit Fußballern aus der Reserve.

Die gehört zur Spitzengruppe der Kreisliga B, Gruppe 2. „Einwechseln kann man einen B-Ligaspieler schon mal in einer Landesliga-Partie, aber es darf sich kein Landesligaspieler ernsthaft verletzen“, hofft der Trainer, dass seine Jungs gesund bleiben — und auch über die kommende Winterpause den Sportfreunden die Treue halten: „Die, die jetzt dabei sind, ziehen 100-prozentig mit. Und ich gehe davon aus, dass auch alle bis zum Saisonende bleiben“, setzt der neue Coach darauf, dass sich die Gerüchte, so mancher noch aktuelle Kicker werde die Winterpause nutzen, um den Sportfreunden den Rücken zu kehren, als inhaltslos erweisen.

Dass Ruhe so schnell einkehrt im Verein und bei den Bewohnern des Grüngürtels, die sich den Kickern in vielfältiger Form verbunden fühlen, glaubt der Club-Vorsitzende nicht: „Das wird nicht geschehen“, ist sich Arno Schidlowsky sicher. Den Rauswurf von Krischer verteidigt er dennoch: „Es blieb uns schließlich keine andere Möglichkeit mehr.“

Schidlowsky spricht davon, dass Krischer immer wieder den Vorstand vor vollendete Tatsachen gestellt habe. Der Vorsitzende wirft dem freigestellten Übungsleiter veraltete Trainingsmethoden vor, verneint, dass Gönner nach der Suspendierung eines Landesliga-Kickers Druck auf den Vorstand ausgeübt haben, damit dieser Kicker wieder die Fußballschuhe für die Ostdürener schnüren kann, und spricht von Druck, der von Freunden auf Spieler ausgeübt wurde, damit diese sich jetzt bei den Sportfreunden abmeldeten.

Andererseits verlautet, dass so mancher freiwillige Sportfreunde-Helfer innerlich auf der Seite von Dirk Krischer steht und nur noch aus alter Verbundenheit zum Verein in dieser Saison seine ehrenamtliche Tätigkeit versieht.

Der rausgeschmissene Trainer hält sich zurück. Er sagt: „Die Anschuldigungen, die gegen mich erhoben werden, stimmen alle nicht.“ Mehr will der Ex-Trainer zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Doch Dirk Krischer befürchtet, dass das, was er in 13 Jahren mit aufgebaut hat, nun den Bach runtergeht.