Nideggen: Spektakuläre Wanderung im zauberhaften Rurtal

Nideggen: Spektakuläre Wanderung im zauberhaften Rurtal

Mit einer spektakulären Wanderung, die die Eifelverein Ortsgruppe Nideggen empfiehlt, geht unsere kleine Sommer-Wanderungsserie 2015 zu Ende. Die Wanderung geht über die Buntsandsteinfelsen hinweg, der Blick von dort aus in das Rurtal ist einfach fantastisch schön. Doch auch in die Gegenrichtung, vom Tal aus, lohnt sich der Blick.

Die Buntsandsteinfelsen stellen in der gesamten Eifelregion eine Einmaligkeit dar. Im Sommer speichern sie die Hitze und sorgen für viel Wärme und Trockenheit. Im Winter klirrende Kälte. In der Felsvegetation leben Mauereidechse, viele Fledermausarten und der Uhu. Die im Sonnenlicht rot glühenden Steine sind als Naturschutzgebiet und als Vogelschutzgebiet ausgewiesen.

In Nideggen trifft das rheinische Schiefergebirge mit den Buntsandsteinen zusammen. Buntsandstein ist ein Gemisch aus rotschwarzem Kies und Sand, er entstand vor 220 Millionen Jahren. Vor zwei Millionen Jahren grub sich die Rur in die Landschaft ein und modellierte das Relief mit hochaufragenden Felstürmen und schroff abfallenden Schluchten.

Eine weitere Station auf dem Weg ist das Düsterkreuz. Es ist eines der wenigen Feuerwehr-Denkmäler in Deutschland. 1912 wurde es in Gedenken an den Feuerwehrmann Heinrich Düster errichtet. Düster, damals 24 Jahre alt, verbrannte an dieser Stelle am 9. September 1911. Der Brand war im Jungholz zwischen Nideggen und Rath ausgebrochen. Düster wurde beim Versuch, die Flammen vom angrenzenden Tannenhochwald fernzuhalten, von einer Feuerwalze überrollt. Erst dank einer gefundenen Taschenuhr konnte er identifiziert werden.

Nennenswert auch das Hindenburgtor, eine wie von Riesenhand aufgetürmte Felsenformation. Die Eifelverein-Ortsgruppe Nideggen soll in ihrer Sitzung am 24. März 1918 beschlossen haben: „Begeisterung weckte der Vorschlag des Vorsitzenden, eine Felsgruppe im Jungholz — ein Riesentor, wie von Cyklopen-Händen getürmt — Hindenburgtor zu nennen und so unserem größten Feldherren ein Naturdenkmal zu widmen.“