Kreis Düren: SPD fordert Diskussion auf Augenhöhe

Kreis Düren: SPD fordert Diskussion auf Augenhöhe

Die spannendste Frage beantwortet die SPD im Kreis Düren noch nicht: Wer wird 2015 bei der Wahl zum Landrat gegen Amtsinhaber Wolfgang Spelthahn antreten? „Diese Entscheidung werden wir erst nach der Kreistagswahl im kommenden Jahr treffen“, erklärt SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzender Josef-Johann Schmitz.

Am Freitag hat seine Partei die Kandidatinnen und Kandidaten für die einzelnen Wahlkreise auf einer Delegiertenkonferenz gewählt. Der Indener Schmitz steht dabei auf Listenplatz Nummer 1 und zeigt sich durchaus angriffslustig. So fordert er künftig eine deutlich größere Solidarität mit den Städten und Gemeinden ein. Schmitz: „Die Kommunen sind es, die den Kreis finanzieren. Deshalb muss man die Diskussion um die Finanzen auch auf Augenhöhe mit den Kommunen führen.“

So werde allein bis zum Jahr 2015 in nur zwei Jahren die Belastung für die Kommunen um bis zu 18,6 Millionen Euro ansteigen, erinnerte Schmitz an den gerade verabschiedeten Kreishaushalt — und das, obwohl den Kommunen öffentlich eine Entlastung versprochen worden sei. Weitere Schwerpunkte will Schmitz im künftigen Kreistag, der im Mai gewählt wird, im Bereich Prävention und Bildung, Inklusion und dem anstehenden Strukturwandel legen.

Eine Überraschung gab es bei der Kreisdelegiertenkonferenz am Freitag dann doch noch: Im Wahlkreis Kreuzau trat Fraktionsvorsitzender Rolf Heidbüchel gegen seinen Parteivorsitzenden Richard Halver an und musste prompt eine Niederlage einstecken. Für internen Streit dürfte das in Kreuzau wohl nicht sorgen. Halver hofft, dass Heidbüchel 2015 erneut als Bürgermeisterkandidat antritt: „Rolf Heidbüchel ist für diesen Posten der kompetenteste Kandidat, den wir haben.“

((bugi))
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