Modernes Wohnen in Niederzier: Spatenstich beim „Faktor X“-Haus

Modernes Wohnen in Niederzier : Spatenstich beim „Faktor X“-Haus

Bürgermeister Hermann Heuser (SPD) spricht von einem „guten Tag für die Menschen in meiner Gemeinde“, Sparkassenvorstand Udo Zimmermann von einem „außergewöhnlichen Projekt mit Vorbildcharakter“.

Die Sparkasse investiert über ihre Tochtergesellschaft „Konzepta“ Entwicklungs- und Vermarktungsgesellschaft als Bauherrin in der Tagebaugemeinde rund 2,2 Millionen Euro in ein kombiniertes Wohn- und Geschäftshaus an der Helmut-Schmidt-Straße im Neubaugebiet zwischen Niederzier und Oberzier.

So soll das neue „Faktor-X“-Haus in Niederzier aussehen. Gestern war der erste Spatenstich mit Sparkassen-Vorstand Udo Zimmermann, Ralf Schlüter, Klaus Dosch, Agenturleiter Faktor X, Armin Paus von „Konzepta“ und Bürgermeister Hermann Heuser (von links). Foto: Kinkel

Es ist das erste im Kreis Düren, das als „Faktor X“-Haus gebaut wird. Bisher gibt es nur ein Einfamilienhaus in Inden, das nach diesem innovativen Ansatz errichtet wurde. Klaus Dosch, Leiter der Agentur „Faktur X“, erklärt, was sich hinter dem ressourcenschonenden Ansatz verbirgt: „Alle Häuser in diesem Wohngebiet sind energiesparend. Das ist keine Frage. Unser Ansatz ist, dass schon vor dem Einzug möglichst wenig Energie und möglichst wenig Ressourcen verbraucht werden.“

Betrachtet auf die Gesamtlebensdauer, ergänzt Dosch, würde ein „Faktor-X“-Haus bis zu zwei Drittel Energie weniger brauchen als herkömmliche Häuser. Das liegt unter anderem daran, dass das neue Gebäude in Niederzier ein Holzständerhaus mit Nadelholz aus Deutschland wird.

Energieintensive Stoffe

Dosch: „Es wird sehr wenig Beton und fast kein Zement gebraucht. Beides sind sehr energieintensive Stoffe. Das Ständerwerk wird mit Dämmstoffen gefüllt.“ Es sei wichtig, ergänzte der Agenturleiter, dass sich in Niederzier mutige Investoren gefunden hätten. „Sie zeigen, dass man mit ‚Faktor-X‘-Häusern auch Geld verdienen kann. Dieses Projekt findet hoffentlich viele Nachahmer.“

Das geplante Haus, das der Architekt Christoph Commes geplant hat, umfasst sechs moderne, hochwertig ausgestattete Wohnungen zwischen 65 und 140 Quadratmetern sowie eine gewerbliche Einheit. Dort soll aller Voraussicht nach eine Praxis für Podologie einziehen. Die Einheiten sollen sowohl vermietet als auch verkauft werden.

„Die Menschen im Kreis Düren“, sagt Heuser beim Spatenstich für das „Faktor-X“-Haus, „stehen mit dem Ende des Braunkohleabbaus vor einer Jahrhundertaufgabe.“ Tourismus, Arbeiten, Leben und Wohnen seien genau die Themen, mit denen man sich verstärkt auseinandersetzen müsse.

„Ressourcen sind endlich“

„Die Ressourcen auf unserer Erde sind endlich. Es ist unglaublich wichtig, dass wir Wohnen nachhaltig und energiesparend gestalten. Dieses geplante Objekt ist ein gutes Beispiel für den richtigen Weg.“

Zimmermann ergänzt, dass es Aufgabe der Sparkasse sei, die Strukturentwicklung in der Region zu begleiten. „Dieses Gebäude ist ein Teil unserer Bemühungen. Darüber hinaus planen wir unter anderem, das alte Gebäude der Fachhochschule mit der Stadt Jülich zu entwickeln.“ Der Kreis Düren und auch die Gemeinde Niederzier seien Regionen, die wachsen würden. Zimmermann; „Es gibt hier sehr viel Potenzial, das wir nutzen müssen.“

Das neue Gebäude wird mit Fertigbauteilen erstellt, im Frühsommer 2019 soll der zweigeschossige Bau fertig sein.