Heimbach: „Spannungen” hallen noch ein bisschen nach

Heimbach: „Spannungen” hallen noch ein bisschen nach

Die „Spannungen” mögen zwar vorbei sein, aber Dr. Hans-Joachim Güttler steckt immer noch ein bisschen drin in diesem einzigartigen Mikrokosmos des Heimbacher Kammermusikfestivals.

Und eigentlich möchte der Vorsitzende des organisierenden Arbeitskreises im Kunstförderverein Kreis Düren, der diese Position in diesem Jahr erstmalig bekleidet, auch nicht unbedingt wieder „auftauchen”. Die international besetzte Konzertreihe mit Meistern ihres Fachs ist am Sonntag zu Ende gegangen. Eine „wunderbare Woche” sei das gewesen, sagt Güttler, „nahezu perfekt”. Jetzt hat ihn der Alltag wieder.

Besonders von der beinahe familiären Bindung zwischen den Künstlern und allen ehrenamtlich Beteiligten zeigt sich Güttler tief beeindruckt. Die Tatsache, dass bei der jüngsten Auflage deutlich weniger Musiker als in den Vorjahren auf der Bühne des Turbinensaal standen, habe die innige Atmosphäre noch befördert, glaubt der AK-Vorsitzende. Dies wirke sich sehr positiv auf das Wohlbefinden der Musiker und in der Folge auch auf das der Konzertbesucher aus.

Nach Ansicht von Güttler, zugleich stellvertretender Vorsitzender des Kunstfördervereins, besteht kein Anlass, zukünftig etwas anders zu machen als bisher. Natürlich gebe es Details, „an denen wir noch feilen müssen”, schränkt er ein. So sei der Versand der Programm-Flyer an Adressen außerhalb des Kreises mit einer Zeitverzögerung verbunden gewesen, die gerade während des Kartenvorverkaufs bisweilen für Kritik gesorgt habe. Denn binnen Minuten sind die meisten Tickets gebucht. Wichtig ist Güttler, dass die Eintrittspreise trotz überragender Nachfrage auf einem konstanten Niveau bleiben. „Wir wollen kein Schickimicki-Festival werden, sondern ein Festival für Musikliebhaber bleiben.”

Trotz aller musikalischer Genüsse ist Güttler nicht unglücklich über das Ende von „Spannungen” 2010. Jetzt müsse sich die Fülle der gewonnen Eindrücke erst mal setzen. Der Alltag geht also weiter.

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