Spanier neuer Co-Trainer der SWD Powervolleys Düren

Nachfolger von Justin Wolff : Spanier neuer Co-Trainer der SWD Powervolleys Düren

Der Spanier Jorge Rodriguez ist neuer Co-Trainer der SWD Powervolleys. Seit anderthalb Wochen ist er in Düren und hat sich von Anfang an mit guten Ideen eingebracht.

Fast könnte man sagen, es war so etwas wie Liebe auf den ersten Blick. Schon beim ersten Skype-Meeting zwischen Powervolleys-Gesellschafter Erich Bernd Peterhoff, Goswin Caro, dem sportlichen Leiter des Dürener Volleyball-Bundesligisten, Trainer Stefan Falter und dem Spanier Jorge Rodriguez war klar: Der 39-Jährige ist die Idealbesetzung für die frei gewordene Stelle von Co-Trainer und Scout. Justin Wolff, der seit dem Sommer leitender Cheftrainer für Mädchen zwischen 15 und 17 Jahren beim Volleyball-Bundesstützpunkt Münster ist.

Scout Kai Nikolaus bleibt den Powervolleys zwar erhalten, will aber seine Arbeitszeit reduzieren. Peterhoff: „Wir haben deswegen eine Vollzeitstelle geschaffen, aber es war doch schwieriger als gedacht, jemanden zu finden, der gleichzeitig als Co-Trainer und Scout für uns arbeitet.“

Was nicht heißen soll, dass Jorge Rodriguez in irgendeiner Form eine Notlösung ist, im Gegenteil: „Wir waren uns ziemlich schnell sicher“, sagt Caro, „mit Jorge Rodriguez jemanden gefunden zu haben, der genauso Volleyball verrückt ist wie wir. Er passt einfach zu uns und unserer Philosophie.“ Der Spanier, der zuletzt Co-Trainer bei Arkasspor Izmir war und zudem bei der spanischen Volleyball-Nationalmannschaft aktiv ist, ist studierter Wirtschaftswissenschaftler und hat auch in diesem Beruf gearbeitet. „Als vor elf Jahren das Angebot kam, professionell als Volleyballtrainer zu arbeiten“, erzählt er, „habe ich nicht lange überlegen müssen.“

Auch für den Spanier stand nach dem Internettelefonat mit den Dürenern fest, dass er sich eine Tätigkeit bei den Powervolleys durchaus vorstellen kann. „Ich habe die deutsche Bundesliga immer verfolgt“, sagt Rodriguez. „Die Powervolleys waren mir also natürlich ein Begriff, auch wenn ich weder die Spieler noch den Trainer persönlich kannte.“ Klar, in der deutschen Liga seien Berlin und Friedrichshafen immer die entscheidenden Clubs gewesen. „Aber gerade in der vergangenen Saison waren die Po­wervolleys sehr nah dran“, sagt Rodrigeuz. „Und nachdem, was ich bisher im Training gesehen habe, bin ich sicher, dass wir in der neuen Spielzeit etwas sehr Tolles schaffen können.“

Kein bisschen verschlossen

Rodriguez ist seit anderthalb Wochen in Düren, kurz nach seiner Ankunft stand für die Powervolleys ein wichtiges Vorbereitungsspiel auf dem Programm. Mannschaftskapitän Michael Andrei: „Jorge Rodriguez saß mit auf der Bank, und es kam sofort Input von ihm. Er war kein bisschen verschlossen und hat sich von Anfang an mit guten Ideen eingebracht. Ich glaube, dass wir uns um seine Integration in die Mannschaft keinerlei Sorgen machen müssen.“

Übrigens startet Düren mit neuen Trikots in die nächste Saison. Und zwar mit solchen, die eigens für den Dürener Verein entworfen worden sind. „Wir waren am Entstehungsprozess beteiligt“, sagt Michael Andrei. Individuelle Trikots seien zum einen wegen der besseren Passform wichtig. „Unsere sind relativ körperbetont“, sagt Andrei. „So bekommen die Zuschauer eine Ahnung davon, wofür wir trainieren. Außerdem ist es uns wichtig, dass sie die Vereinsfarben haben. Wir repräsentieren damit unseren Club, und ich bin sicher, dass wir mit den neuen Trikots eine hohe Identität schaffen.“

(kin)
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