Düren: Skateboard-Contest: Akrobatische Figuren im Biff-Park

Düren: Skateboard-Contest: Akrobatische Figuren im Biff-Park

„Einen schaffst Du noch, gib alles.“ Die etwa 60 Zuschauer im Biff-Park an der Brüsseler Straße feuerten die Teilnehmer des Skateboard-Contest an. Acht Teilnehmer der Gruppe „A“ (hohes Niveau) und neun Teilnehmer der Gruppe „B“ (mittleres Niveau) zeigten ihr Können.

Hohe Ollis, Kick-Flips, Backslides und 50/50s waren nur einige der fast schon akrobatischen Figuren, für die jeder Skater jeweils zweimal 60 Sekunden Zeit hatte. Bewertet wurden die sogenannten „Runs“ von einer dreiköpfigen Jury.

Kein Skaten ohne die passende Musik. Und so wurde das richtige Feeling durch den Sound von Red Man, Wu Tang Clan, Snoop Dogg und Dr. Dre unterstrichen. Die Skater-Anlage ist durchgängig mit den verschiedensten „Tags“ besprüht, den für die Szene wichtigen Graffiti.

„Den Contest gab es schon, bevor ich die Organisation der Veranstaltung 2008 übernommen habe“, sagte Simone Schneider, zuständig für die mobile Jugendarbeit Düren Süd-Ost. Sie ist normalerweise jeden Montag und Mittwoch von 17 bis 21 Uhr auf der Sportanlage im Biff-Park und lädt alle Interessierten ein, doch auch einmal vorbei zu schauen. Immer mit dabei ist der mit tollen Graffiti versehene Transporter, der beladen ist mit Skateboards, Scootern und Pogo-Sticks (Hüpfstöcke). Diese können dann kostenlos ausgeliehen werden. Sie ist überzeugt vom dieser Art Straßensport für Jugendliche, und so ist auch schon ein Scooter-Contest in Planung.

„Die Skater-Szene hat sich in den letzten Jahren verkleinert,“ sagt Simone Schneider und schaut in die Runde der 12- bis 39- jährigen Teilnehmer. Allerdings seien diejenigen, die jetzt die Szene ausmachten, wirklich am Skaten als Lebensgefühl interessiert.

Sehr getroffen habe die Szene auch, dass der Dürener Skaterladen „Blackbox“ Anfang des Jahres schließen musste. Der Betreiber Klaus Dieter Span, selbst Skater, hatte die Veranstaltungen immer aktiv unterstützt. Sein Laden war nicht nur Szene-Shop, sondern auch wichtiger Treffpunkt und Anlaufstelle.

Björn Breuer, auch er ehemals aktiver Skater und der Szene treu geblieben, hatte einen kleinen Verkaufsstand aufgebaut und will es mit einer neuen Idee versuchen. Er fand es schade, dass alte Boards irgendwann einfach nicht mehr gebraucht werden. Immerhin, viele Boards bestehen aus hochwertigem kanadischem Ahorn und sind teils farbig schichtverleimt. Das gab ihm die Idee, daraus Schmuck, Schlüsselanhänger oder Messergriffe zu fertigen. Das sei schick und sehr individuell, da jedes Teil praktisch ein Unikat ist.

Und nun die Sieger:

Gruppe „A“: 1. Platz: Alenn Husenovic, 2. Platz Martin Huppertz, 3. Platz: Felix Helle;

Gruppe B: 1. Platz: Marc Bongartz, 2. Platz Deniel Cramer, 3.Platz Max Wilson. Ein Sonderpreis für den besten Trick ging an Kay Blankenheim, der über sechs gestapelte Boards sprang.

Wer mehr erfahren oder mitmachen möchte, kann sich über Facebook an die mobile Jugendarbeit Düren Süd-Ost wenden oder einfach vorbeikommen.