1. Lokales
  2. Düren

Langerwehe/Santiago de Compostela: Skatbrüder auf dem Jakobspilgerweg

Langerwehe/Santiago de Compostela : Skatbrüder auf dem Jakobspilgerweg

Schock in der frühen Abendstunde: Kaum im Bahnhof von Madrid angekommen, war Gerd Dorsfeld auch schon „erleichtert”.

Und Peter-Jakob („Bobby”) Doll hatte den Reißverschluss auf: Zwei junge Mädchen waren scharf auf die Geldbörsen der beiden Jakobspilger. Skatbruder Walter Pontzen blieb verschont, weil seine beiden Kumpels das Malheur zum Glück sofort bemerkten. Die Pilgertour über 350 Kilometer war gesichert - zumindest finanziell. Übrigens: Die spanische Metropole bot dem Trio auch Schönes...

Mit dem 10-Kilo-Sack auf dem Rücken ging es dann auf Schusters Rappen gen Westen. „Wir hatten fast nur Regen, und meistens war es lausig kalt”, erzählt Gerd, der nicht nur eine Nacht in der Fleecejacke im Schlafsack verbrachte. Apropos Nacht: Einmal hatte das Trio ein Zimmer für sich; ansonsten bis zu 50 Pilger in einem Schlafsaal - wegen der Kälte bei geschlossenen Fenstern und mit „qualmenden” Socken... Kein Schrank, der Rucksack auf dem Bett in der oberen „Etage”, zwei WCs und Duschen. Und ein Gefühl der Dankbarkeit, „welchen Luxus wir zuhause haben.”

So unterschiedlich die Quartiere, so verschieden war auch die Verpflegung: Mal reichte die Herbergsmutter ein karges Frühstück, mal bereiteten es sich die Pilger selbst in der Küche zu; ein andermal ging es spätestens um 7 Uhr mit leerem Magen auf Tour in der Hoffnung, im Ort eine offene Bäckerei zu finden...