Kreuzau: Semmler hat die Olympischen Spiele im Blick

Kreuzau: Semmler hat die Olympischen Spiele im Blick

Endlich ist die lange Zeit der Vorbereitung abgeschlossen, ab jetzt zählen nur noch Bälle, Punkte, Sätze, Siege: In Brasilia gehen die Beach-Volleyball-Nationalspielerinnen Katrin Holtwick und Ilka Semmler (Kreuzau) ihrer Profession nach. In der brasilianischen Hauptstadt sind im Hauptfeld mit 32 Teams an Position 16 gesetzt und treffen auf illustre Gegner.

Die komplette Weltspitze ist vertreten - von den Weltranglisten-Ersten Larissa/Juliana bis zu den wiedervereinten Olympiasiegerinnen May-Treanor/Walsh, die nach Baby- und Verletzungspausen wieder angreifen wollen.

Alle Teams eint ein Ziel: Olympische Spiele in London, weshalb das Turnier in Brasilia gleich eine besondere Bedeutung hat. Es ist der Auftakt des Qualifikationsmarathons für die Spiele 2012, der erst am 17. Juni kommenden Jahres abgeschlossen ist. Aber sie alle einen auch die gleichen Voraussetzungen: „Nach der langen Wettkampfpause fragen sich alle”, so Andreas Künkler, Cheftrainer im Team Holtwick/Semmler, „wie sie im Vergleich zur Konkurrenz stehen.” Ihren letzten Einsatz bei einem Turnier des Weltverbandes FIVB hatten Holtwick/Semmler Mitte August im finnischen Aland.

Künkler ist seit Mitte vergangener Woche mit Katrin Holtwick und Ilka Semmler in Brasilien. Zunächst wurde am legendären Strand von Ipanema trainiert. Zu den Sparringspartnern zählten „die üblichen Verdächtigen”, sagt sie. Fast alle europäischen Top-Teams waren schon in Rio, um sich an die klimatischen Verhältnisse zu gewöhnen. Gegner waren auch die Europameisterinnen Sara Goller und Laura Ludwig, die sich mit den EM-Zweiten Holtwick/Semmler immer wieder im Training messen. Am Sonntag ging es dann weiter in den Spielort Brasilia. Brasilia war schon zwei Mal Austragungsstätte bei der World Tour, für Holtwick/Semmler ist es jedoch eine Premiere. Im vergangenen Jahr fehlten sie wegen einer Knieverletzung Ilka Semmlers.

Doch im April 2011 sieht die Welt besser aus: „Wir gehen mit einem guten Gefühl aus der Vorbereitung in das erste Turnier”, sagt Künkler.

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