Pingsheim: SEK-Einsatz verhindert eine mögliche Beziehungstat

Pingsheim: SEK-Einsatz verhindert eine mögliche Beziehungstat

Filmreife Szene ereigneten sich Montagabend im ansonsten beschaulichen 670-Einwohner-Ort. Gegen 20.45 Uhr stürmten Kräfte eines Spezialeinsatzkommandos ein Wohnhaus.

Nachdem ein 58-Jähriger seiner Lebensgefährtin während einer Autofahrt durch Kerpen-Horrem im Streit gedroht hatte, sie und die drei gemeinsamen Kinder zu erschießen, und von einer scharfen Waffe in seinem Besitz sprach, musste die Polizei mit dem Schlimmsten rechnen.

Noch in Horrem war der 46-Jährigen die Flucht aus dem Wagen gelungen. Sie sprang in einen vorbeifahrenden Wagen und ließ sich zur Polizei fahren. Auf der örtlichen Wache schilderte sie den Vorfall.

Die Kerpener Beamten schalteten daraufhin ihre Dürener Kollegen ein, die sich umgehend nach Pingsheim aufmachten. Vor Ort stellten sie fest, dass sich der Mann mit den drei minderjährigen Kindern im Haus aufhielt. Als alle Versuche scheiterten, Kontakt zum 58-Jährigen aufzunehmen, auch Telefonanrufe unbeantwortet blieben und die Polizisten nur Bewegungen hinter den zugezogenen Gardinen erahnen konnten, mussten die Beamten von einer möglichen Geiselnahme ausgehen und gingen auf Nummer sicher.

Kräfte des hinzugerufenen Spezialeinsatzkommandos stürmten daraufhin gegen 20.45 Uhr das Haus und „befreiten” die drei Kinder. Anschließend fanden sie den 58-Jährigen im Keller. Er ließ sich widerstandslos festnehmen. Eine Schusswaffe fanden die Beamten nicht. Dafür aber scharfe Munition und ein Samuraischwert.

Der 58-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Die polizeilichen Ermittlungen auch zu den Hintergründen des Zwischenfalls dauern an.

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