Düren: Schulprojekt: Die Stadtmauer als Tor in die Geschichte

Düren: Schulprojekt: Die Stadtmauer als Tor in die Geschichte

Als Anerkennung für ihre engagierte Arbeit im Rahmen des Denkmalschutzes erhielten Schüler der „Stadtmauer AG“ des Stiftischen Gymnasiums wieder Urkunden von der Denkmalbehörde der Stadt Düren. „Sich mit der eigenen Geschichte auseinander zu setzen, ist auch für junge Menschen interessant“, lobte die städtische Denkmalpflegerin Heike Kussinger-Stankovic bei der Urkundenübergabe das Engagement der Schüler.

Seit 2004 gibt es im Stiftischen Gymnasium die von Lehrer Dr. Achim Jaeger gegründete Arbeitsgemeinschaft. Schüler setzen sich dabei intensiv mit der Stadt- und Schulgeschichte, insbesondere der Geschichte der Stadtmauer, auseinander. So nimmt die „Stadtmauer AG“ mit Führungen und Ausstellungen am jährlichen Tag des Offenen Denkmals teil und rückt dort das Thema in das Blickfeld der Öffentlichkeit. „Die Stadtmauer passt zu uns, schließlich befindet sich das längste zusammenhängende noch erhaltene Stück dieses Reliktes aus dem mittelalterlichen Düren auf unserem Schulgelände“, erklärte Jaeger.

„Die Wahrnehmung der AG in der Stadt ist kontinuierlich gewachsen“, hat Schulleiter Jürgen Pfaff festgestellt, „nicht zuletzt aufgrund des jährlichen Einsatzes am Tag des Denkmals.“ Er hoffe sehr, dass sich auch in den kommenden Schuljahrgängen Schüler finden, die bereit sind, einen Teil ihrer Zeit für die Aufarbeitung der eigenen Geschichte zu investieren.

Für Achim Jaeger gibt es jedenfalls noch einige interessante historische Themenfelder. und auch das Motto für den diesjährigen Tag des Offenen Denkmals am 8. September „Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?“ eröffne vielfältige Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte.

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