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Düren: Schulministerin Ute Schäfer im Berufskolleg

Düren : Schulministerin Ute Schäfer im Berufskolleg

„Wir müssen alles daran setzen, junge Menschen, die keinen Ausbildungsplatz bekommen haben, aus den schulischen Warteschleifen zu holen.”

„Denn zum einen ist es ihre Lebenszeit, zum anderen für uns immens teuer. Pro 1000 Schüler müssen wir 42 Lehrerkräfte einstellen.”

NRW-Schulministerin Ute Schäfer (SPD) legte am Montag im Berufskolleg Kaufmännische Schulen des Kreises Düren, das sein 100-jähriges Bestehen feiert, ein Bekenntnis zum Dualen Ausbildungssystem ab.

„Die Bildung als öffentliche Aufgabe mit der Wirtschaft verzahnt zu haben, das ist eine Stärke des deutschen Systems. Es ist ein viel versprechendes Tor zur Berufswelt. Doch leider hängt die Zahl der Ausbildungsplätze von der konjunkturellen Lage ab”, sprach sie ein aktuelles Problem an.

In ihrem Fachvortrag fächerte sie die Misere auf: Heute ist fast jeder zweite Bewerber ein Altbewerber, der sich zuvor schon einmal vergeblich um eine Lehrstelle bemüht hat. Da Wartezeiten beim Einstieg ins Berufsleben somit längst keine Ausnahmen mehr sind, will die Ministerin erworbene Teilqualifikationen aufwerten, indem sie später bei einer Ausbildung anerkannt werden.

Schwächeren Jugendlichen sollen verstärkt praxisorientierte, zweijährige Ausbildungen zugute kommen. In puncto Stärkung der Sekundärtugenden sah sie „vor allem die Eltern, die Wirtschaft, ja die gesamte Gesellschaft gefordert”.

Eingangs hatte die Genossin sich von Schulleiter Dr. Karl Wolff und Landrat Wolfgang Spelthahn durchs PBC-sanierte Kolleg führen lassen.