Düren: Schulkonzerte: Wohl klingende Leckerbissen serviert

Düren: Schulkonzerte: Wohl klingende Leckerbissen serviert

In der Aula des Stiftischen Gymnasiums war wieder — wie jedes Jahr zu den Schulkonzerten an zwei aufeinander folgenden Tagen — das große Gewimmel los. Eltern, Großeltern, Geschwister und Tanten schienen in ihrer Erwartung auch dieses Mal wieder aufgeregter als die etwa 200 jungen Künstler.

Mädchen und Jungen, junge Männer und junge Frauen präsentierten dem Auditorium Instrumentalmusik, Chorgesang, Kompositionen von Klassik bis Pop über Rock und Bigband-Werke. Die Verantwortlichen für diesen Ohren- und Augenschmaus wurden am Schluss des Konzerts von Oberstudiendirektor Jürgen Pfaff geehrt.

Die Schülermoderatoren aus dem 11. Jahrgang, die mit ihrem Instrumentalpraktischen Kurs am Schluss die Aula zum „Kochen“ gebracht hatte, hatte die Macher des tollen Spektakels in ihrer Dankrede ebenfalls auf dem Schirm: Astrid Michels leitete Orchester und Bigband, Markus Mönckediek zeichnete verantwortlich für Juniorband und den IP Kurs 11. Jahrgang, Timo Vaut dirigierte Unterstufenchor und Projektchor, der vor einigen Wochen beim WDR in Köln ein Casting gewonnen hatte.

Der Juniorband oblag der Einstieg in das Konzert. Langsam, besinnlich der „Kanon“ von Johann Pachelbel, rasanter und schneller „Safe and Sound“, „Wake me up“ und „Lieder“ von Adel Tavil. Die Anforderungen an die Orchestermitglieder, im Alter fortgeschrittener, lagen schon wesentlich höher. „Die Polka“ aus „Die verkaufte Braut“ von Smetana erklang und — recht schwierig— der 1. Satz aus der „Sinfonie aus der Neuen Welt“ von Antonin Dvorák, die dann abgelöst wurden von leichteren Kompositionen — so urteilt jedenfalls der Laie — von Bernstein oder Gourlay, alle wurden meisterlich interpretiert.

Der Unterstufenchor, geleitet von Timo Vaut, war stimmlich akzentuiert und klar in der Sprache unterwegs. Er überzeugte mit Temperament und überbordender Lust am Gesang. Freude stand den jungen Sängerinnen und Sänger ins Gesicht geschrieben. Bei zwei Liedern wurde er von dem Projektchor unterstützt — eine stimmlich eindrucksvoll voluminöse Angelegenheit.

Gewohnt gekonnt und überzeugend professionell die Bigband der Schule, die nur mit eigenen Kräften arbeitet. Bigband-Chefin Astrid Michels ist darauf besonders stolz. „Es ist schön, wenn außerschulische Musiker in einer Band mitmachen“, gestand die Musiklehrerin, „wir aber haben den Ehrgeiz, mit Musikern aus dem Bereich der Schule zu arbeiten.“

Als einer der Höhepunkte der Konzerte entpuppten sich — wie erwartet — die Beiträge des Instrumentalpraktischen Kurses (IP) aus der Elf. „Auch für ältere Leute haben wir was“, versprach die Moderatorin. War Rockiges vom Feinsten, getragen, besinnlich, sinnlich. Die Musikerinnen und Musiker, die mit Instrument, mit Instrument und Gesang oder Gesangsoli mit erstaunlich guten Stimmen auftraten, brachten eine gelungene Mischung aktueller und älterer Songs. „Counting Stars“, „Eiserner Steg“, „Nothing else matters“, „Another Love“ und „Can‘t hold us“ machten die altehrwürdige Aula, in der vor einem halben Jahrhundert noch die „Ilias“ von Homer rezitiert worden war, zu einer Pop Arena.

Für Schulleiter Jürgen Pfaff war dies das letzte Schulkonzert seiner Ära. In seiner Dankesrede bedauerte er das. Er versprach aber, im nächsten Jahr wieder da zu sein, als Gast.

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